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Christchurch: 18-Jähriger für Livestream in U-Haft

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Die neuseeländische Polizei geht davon aus, dass der mutmaßliche Todessschütze von Christchurch keine Mittäter hatte.

Es gebe keine Hinweise, dass der Australier von irgendjemand anderem Unterstützung hatte, sagte ein Polizeisprecher. Allerdings könne dies noch nicht vollständig ausgeschlossen werden. An den Ermittlungen zu dem Massaker vom Freitag sind über 200 Beamte beteiligt, darunter auch Kräfte der australischen Polizei und der US-Bundespolizei FBI.

Polizeichef Mike Bush stellte vor Pressevertretern klar: "Es war nur ein Angreifer verantwortlich. Das schließt aber nicht aus, dass es in irgendeiner Form Unterstützung gab. Dies bleibt ein sehr, sehr wichtiger Teil unserer Untersuchung."

Teenager vor Gericht

Wegen des Massakers in zwei Moscheen von Christchurch sitzt der 28 Jahre alte australische Rechtsextremist Brenton Tarrant seit dem Wochenende in Untersuchungshaft. 50 Menschen wurden getötet. Viele Ersthelfer sind traumatisiert.

Sanitäter Paul Bennet sagte mit tränenerstickter Stimme: "Das Blut floss förmlich aus der Moschee. Solch eine Szene vergisst man nicht. Das Blut lief die Terrakotta-Fliesen hinab."

Der Attentäter hatte das Blutbad gefilmt und direkt im Internet übertragen. Für die Verbreitung des Live-Streams muss sich ein 18-Jähriger vor einem Gericht in Christchurch verantworten, der seit Freitag in Untersuchungshaft sitzt. Mit der Bluttat selbst steht der Teenager laut Polizei nicht in Verbindung. Seine Freilassung auf Kaution wurde verweigert.