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Von 3 bis 71 Jahren: Die Opfer der Moschee-Attacke von Christchurch

Von 3 bis 71 Jahren: Die Opfer der Moschee-Attacke von Christchurch
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REUTERS/Jorge Silva
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Mehrere Opfer der Attacken auf die beiden Moscheen in Christchurch in Neuseeland waren Kinder: 3, 4, 12 und 14 Jahre alt. New Zealand Herald hat auf der Internetseite der Zeitung die Gesichter der Menschen veröfffentlicht, die bei dem vermutlich rechtsextremen Angriff getötet wurden. Viele waren Einwanderer aus Pakistan, Somalia oder Afghanistan, mehrere waren echte "Kiwis" und in Neuseeland geboren. "Sie sind wir", schreibt der New Zealand Herald.

Die Regierungschefin Jacinda Ardern traf an diesem Samstag Vertreter der Muslime in Neuseeland und sicherte ihnen ihre Unterstützung zu.

Das jüngste Opfer war der 3 Jahre alte Mucad, das älteste ein 71 jähriger Großvater - Haji-Daoud Nabi - aus Afghanistan.

Das jüngste Opfer war der kleine Mucad Ibrahim. Der 3 Jahre alte Junge war mit seinem älteren Bruder Abdie und mit seinem Vater in der Al-Noor-Moschee und ging bei den Schüssen verloren. Der Vater stellte sich tot - und suchte dann in den Krankenhäusern nach Mucad. Vergeblich...

Unter den Opfern sind mehrere "Helden", die versucht haben, den Angreifer aufzuhalten. Viele dieser Helden wurden getötet - so auch Naeem Rachid aus Pakistan, der erst in einer Bank und dann als Lehrer gearbeitet hatte. Er war mit seinem 21 Jahre alten Sohn in der Al-Noor-Moschee. Auch der Sohn Talha wurde erschossen.

Der 14 Jahre alte Sayyad Milne war mit seiner Mutter in der Moschee - wie jeden Freitag. Das erklärte sein Vater unter Tränen den Medien in Neuseeland. Sayyad spielte gerne Fußball, sagter der Vater, der auch ein Poster trug mit der Aufschrift "Alle lieben alle".

Ein anderes Opfer ist die 25 Jahre alte Ansi Karippakulam Alibava aus Indien.

Der 71-J¨ährige aus Afghanistan, der getötet wurde, soll zahlreiche Menschen gerettet haben, indem er sich zwischen sie und den Angreifer stellte.

Seine Frau ist zur Zeit in Pakistan - und sie konnte den 34 Jahre alten Syed Jahandad Ali nicht mehr erreichen. Er wollte nach der Arbeit in die Al-Noor-Moschee. Das hatte er einem Kollegen gesagt.

Die Oper in Sydney und der Eiffelturm in Paris erinnerten an die Opfer von Christchurch.