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Moskau feiert 5. Jahrestag der Krim-Annexion

Moskau feiert 5. Jahrestag der Krim-Annexion
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Der Kreml feiert die Krim. Anlässlich des fünften Jahrestags der Annexion der ukrainischen Halbinsel wird direkt neben der Moskauer Machtzentrale zum folkloristischen "Frühlingsfest" geladen.

Im Angebot: Krim-typische Kulturhäppchen umrahmt von Tanz, Gesang und Spezialitäten der Region. Dasss die EU Russland am Vortag erneut die Verletzung internationalen Rechts vorgeworfen hatte, tut der Stimmung keinen Abbruch.

Ein Mann sagte: "Ich denke, es ist historisch belegt, dass diese Region Teil der Russischen Föderation sein sollte. Die Basis der Schwarzmeerflotte ist dort. Die Krim ist von enormer strategischer Bedeutung für den Schutz der Grenzen unseres Mutterlandes."

Eine Frau gab sich euphorischer: "Ich bin ein russischer Krim-Fan. Die Krim gehört uns und das war die richtige Entscheidung. Ich bin sehr glücklich, dass wir die Krim zurück haben und das schon seit fünf Jahren."

Euronews-Korrespondentin Galina Polonskaya kommentierte auf dem Frühlingsfest: "In Meinungsumfragen wird die Entscheidung zur Annexion der Krim von einer deutlichen Mehrheit der Russen immer noch befürwortet. Stark abgenommen hat dagegen die Zahl der Russen, die glauben, dass die Krim für Russland nützlich ist."

Nur vereinzelte Proteste

Gegen den folkoristischen Strom schwimmen in Sichtweite des Kreml nur Wenige. "Die Krim gehört zur Ukraine" steht auf dem Plakat eines einzelnen Russen, dem offenbar von den Feiernden nur wenig Beachtung geschenkt wird und der seinen Namen mit Konstantin Kotov angab:

"Die Sanktionen westlicher Staaten gegen uns sind aus gutem Grund erhoben worden, und sie haben schlechtere Lebensstandards verursacht. Abseits von Sanktionen erleben wir Festnahmen auf der Krim. Über 70 politische Gefangene sitzen in russischen Gefängnissen. Dazu kommen jetzt die 24 ukrainischen Matrosen."

Mit einem Fotoplakat forderten Nikolay Rekubatsky und seine Begleiterin Marina die sofortige Freilassung politischer Gefangener. Rekubatsky sagte: "Oleh Senzow und die Krim-Tartaren. Sie sind Opfer unverschämter Repressionen der russischen Behörden."

Marina sagte: "Russland wird politisch und wirtschaftlich weiter isoliert. Russen haben dadurch nur Nachteile."

Bedenken, die im Feiertagsgetümmel keine Rolle spielen. Am Eingang zur Staatsduma steht deutlich wie unmissverständlich: "18. März - Tag der Wiedervereinigung zwischen der Krim und Russland". Der Jahrestag wird in Moskau und landesweit gefeiert.

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