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Führung der Vatikan-Frauenzeitung gibt auf: "Kontrolle von Männern"

Führung der Vatikan-Frauenzeitung gibt auf: "Kontrolle von Männern"
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Die Führung eines Frauenmagazins des Vatikan ist geschlossen zurückgetreten, weil sie sich unter "direkter Kontrolle von Männern" sieht. Die Frauen seien von einem Klima des Misstrauens und einer fortschreitenden Entrechnung umgeben, schrieb Magazingründerin Lucetta Scaraffia in einem Brief an Papst Franziskus.

Scaraffia: _"Nachdem die neue Redaktionsleitung eingetroffen war, hatten wir Probleme, unsere Arbeit mit der gleichen Freiheit und Kreativität zu erledigen, wie zuvor mit der vorherigen Direktion. Es war, als gäbe es zwei unterschiedliche Seelen in der Zeitung, eine davon gegen uns. Da wir als Frauen nicht gegen andere Frauen arbeiten wollten, beschlossen wir, diese Erfahrung nach sieben Jahren zu beenden."
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Frauenmagazin thematisierte Missbrauch und Unterdrückung von Frauen in Kirche

Die Zeitschrift namens "Donne Chiesa Mondo" (Frauen Kirche Welt) ist eine monatliche Beilage der Vatikan-Zeitung "L'Osservatore Romano". Zuletzt hatte sie den Missbrauch von Nonnen und die Unterdrückung von Frauen in der katholischen Kirche thematisiert.

Osservatore Romano bestreitet "Kriterium der Gehorsamkeit"

Die Leitung des "Osservatore Romano" hat unterdessen bestritten, jemals irgendjemanden nach dem "Kriterium der Gehorsamkeit" ausgewählt zu haben. Das Magazin soll ohne Klerikalismus jedweder Art weitergeführt werden.

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