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„Blutsonntag von Vilnius“: Sowjets verurteilt

„Blutsonntag von Vilnius“: Sowjets verurteilt
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Ein Gericht in der litauischen Hauptstadt Vilnius hat den ehemaligen Verteidigungsminister der Sowjetunion, Dimitri Jasow, in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Auch mehr als 60 frühere Offiziere der Roten Armee wurden wegen ihrer Beteiligung am sogenannten Blutsonntag im Januar 1991 mit Gefängnisstrafen von bis zu 14 Jahren belegt.

„Endlich ist Recht gesprochen worden“, sagte Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite. „Endlich kennen wir die Wahrheit. Wir haben so lange darauf gewartet und so lange danach gesucht. Es gab so viele Hindernisse. Doch endlich sind die Namen all derjenigen bekannt, die am Unrecht beteiligt waren“, betonte die Präsidentin.

In einer Stellungnahme des russischen Außenministeriums heißt es, die litauischen Behörden versuchten, mit Hilfe juristischer Manipulation Tatsachen zu fälschen. Das zeige nur die zerstörerische Einstellung der derzeitigen litauischen Regierung gegenüber Russland.

Im Kampf um die Unabhängigkeit Litauens von der Sowjetunion kamen in der Nacht zum 13. Januar 1991 14 Zivilisten ums Leben. Demonstranten versuchten damals, sowjetische Soldaten daran zu hindern, den Fernsehturm in Vilnius einzunehmen.