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"Lieber Donald" - May bittet um Verschiebung bis Juni

"Lieber Donald" - May bittet um Verschiebung bis Juni
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Nach dem Antrag auf Verlängerung der Brexit-Frist muss die britische Premierministerin nun die EU-Staats- und Regierungschefs überzeugen. Am kommenden Mittwoch wollen die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsländer bei einem Sondergipfel in Brüssel über das britische Ersuchen entscheiden.Vieles deutet auf eine lange Verzögerung des EU-Austritts hin.

Bisher will Großbritannien die EU am 12. April verlassen. Um einen chaotischen Bruch mit unabsehbaren Folgen zu vermeiden, hat Premierministerin May in einem Schreiben an EU-Ratschef Donald Tusk um Aufschub bis zum 30. Juni gebeten.

Der britische Außenminister Jeremy Hunt betonte nochmals den Willen der Regierung May, nicht ohne Abkommen aus der EU auszuscheiden.

"In Wahrheit ist ein Ausstieg ohne Abkommen schlecht für Großbritannien und ebenfalls schlecht für die Europäische Union ist. Keine unserer Volkswirtschaften wächst stark genug, um bei einem No-Deal-Szenario ein abrutschen in eine Rezession zu verhindern - ein rundum schlechtes Ergebnis also. Die Franzosen verstehen das, die Deutschen verstehen das. Wir wollen eine lange Verlängerung vermeiden und dieses Problem lösen."

Die britische Labour-Opposition zeigte sich enttäuscht vom bisherigen Verlauf der Gespräche mit der Regierung über einen Ausweg aus der Brexit-Sackgasse.

Oppositionsführer Jeremy Corbyn

"Wir haben die Gespräche mit der Regierung noch nicht beendet, aber bislang hat sich die Regierung nicht bewegt. Wir werden die Gespräche fortsetzen. Unsere Position heißt, es muss gute Handelsbeziehungen und eine Zollunion mit der EU geben.“

Tusk plädiert hingegen für eine flexible Verlängerung der Austrittsfrist um bis zu zwölf Monate. Dieser Vorschlag ist auch als «Flextension» oder «Flexi-Brexit» bekannt. Allerdings würde dies auch die Teilnahme Großbritanniens an der Europawahl im Mai bedeuten.

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