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Ford-Arbeiter protestieren gegen "faschistische Methoden"

Ford-Arbeiter protestieren gegen "faschistische Methoden"
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In Russland haben Ford-Mitarbeiter vor der Schließung ihres Automobilwerks Ende Juni gegen die Arbeitsbedingungen protestiert.

"Ford Russland anders als Ford Europa steht für Diskriminierung" hatten die Arbeiter auf ihre Plakate geschrieben. Sie demonstrierten beim Ford-Werk Wsewoloschsk in der Nähe von Sankt Petersburg. Insgesamt arbeiten 3.700 Arbeiter in Russland für Ford.

Ein Arbeiter erklärt: "Der Arbeitgeber versucht mit allen Mitteln, Kosten zu senken - mit geradezu faschistischen Methoden. Man darf nicht krank werden, man bekommt nicht frei, wenn ein Kind krank ist. Man muss immer voll arbeiten."

Mikhail Sergejew ist Gewerkschafter bei Ford Wsewoloschsk. Er meint: "Sie benutzen drakonische Methoden, sie stellen drakonische Forderungen. Aber warum? Warum machen sie das nur hier in Russland?"

Ende März hatte Ford Russland angekündigt, sich vom russischen Markt zurückziehen zu wollen. Zwei Montagewerke und eine Motorenfabrik werden geschlossen, viele Arbeitsplätze gehen verloren, nur die Sparte der Nutzfahrzeuge übernimmt der russische Autobauer Sollers.