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Streik bei SAS-Piloten - Flugausfälle am Wochenende

Flugzeuge der SAS-Flotte
Flugzeuge der SAS-Flotte -
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NTB Scanpix/Ole Berg-Rusten via REUTERS
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In Dänemark, Norwegen und Schweden streiken die Piloten der skandinavischen Fluggesellschaft SAS.

Etwa 70% der Flüge am Freitag und Samstag mussten deshalb annulliert werden. Bis zu 170.000 Passagiere könnten davon am Wochenende betroffen sein.

Eine Passagierin hofft, trotzdem zum Ziel zu kommen: "Wir wurden darüber informiert, dass unser Flug annulliert wurde. Die Nachricht haben wir gestern Abend bekommen. Wir hoffen jetzt, dass wir auf einen anderen Flug später gebucht werden, mit SAS oder einer anderen Fluggesellschaft."

Überzogene Forderungen oder gerechte Kompensierung?

Grund für den Streik sind gescheiterte Tarifverhandlungen. Die Piloten fordern 13% mehr Gehalt. Sie beklagen schlechte Arbeitsbedingungen mit unberechenbaren Dienstzeiten und unsicheren Arbeitsplätzen. Die meisten Piloten haben keine festen Dienstpläne und riskieren, sieben Wochenenden in Folge zu arbeiten, sagt die SAS Pilot Group, eine Vereinigung, der 95% der SAS-Piloten in Dänemark, Schweden und Norwegen angehören.

Der Vorsitzende der norwegischen SAS-Pilotenvereinigung (NSF), Christian Laulund, sieht die Schuld für die aktuell ausfallenden Flüge bei der Fluggesellschaft: "Es ist sehr bedauerlich, dass wir in diese Situation geraten sind. SAS trägt einen großen Teil der Verantwortung dafür, da sie es nicht geschafft haben, die Lücke zu überbrücken."

SAS will weiter verhandeln

Laut Analysten der Sydbank wird der Streik SAS etwa umgerechnet 5,6 bis 7,5 Millionen Euro pro Tag kosten.

"Wir tun alles, was wir können, um eine Lösung zu finden, aber dafür bedarf es Verhandlungen. Wir möchten so schnell wie möglich zurück an den Verhandlungstisch, weil nur dort eine Einigung erzielt werden kann", sagt Karin Nyman, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei SAS.

Würde man den Forderungen der Piloten nachkommen, hätte das allerdings "sehr negative Konsequenzen" für die Airline.

SAS erneuert gerade ihre ins Alter gekommene Flotte - nachdem jahrelang Kosten eingespart wurden, um mit Billigfliegern konkurrieren zu können.