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Triumph des linken Sanchez in Spanien: "Sieg für die Zukunft"

Partidarios del PSOE festejan la victoria de su partido.
Partidarios del PSOE festejan la victoria de su partido. -
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Bei der Parlamentswahl in Spanien hat es eine sehr hohe Wahlbeteiligung von etwa 75 Prozent gegeben - und wahrscheinlich bleibt der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sanchez an der Macht. Seine Partei verfehlt zwar die absolute Mehrheit der insgesamt 350 Sitze, könnte aber zusammen mit der linken Podemos, baskischen Nationalisten und anderen kleinen Parteien - vielleicht sogar ohne die moderaten Katalanen der ERC eine Koalition bilden oder diese könnten zumindest ein Sanchez-Regierung unterstützen.

"Sieg der Zukunft über die Vergangenheit"

In seiner Rede gegen Mitternacht erklärte Sanchez, der Sieg der PSOE sei ein Sieg der Zukunft über die Vergangenheit. Die Wähler haben sich für vier Jahre sozialistische Regierung entschieden. Es gehe darum, die soziale Gerechtigkeit weiter voranzubringen, erklärte Sanchez.

Die PSOE-Anhänger riefen Sanchez auch "Con Rivera no" zu, um zu sagen, dass sie keine Koalition mit den Liberalen von Ciudadanos wollen. Im Wahlkampf hat Albert Rivera - vor allem in Bezug auf Katalonien - eher konservative Positionen bezogen.

Der Ministerpräsident lobte die hohe Wahlbeteiligung und wertete diese als Zeichen der starken Demokratie im Land.

Erfolg für Pedro Sanchez' PSOE - Eine Koalition ohne Katalanen?

Ministerpräsident Pedro Sanchez ist der Sieger dieses Wahlabends. Die PSOE kommt - wie in den Umfragen vorausgesagt - auf etwas unter 30 Prozent der Stimmen. Die Sozialdemokraten werden mit etwa 123 Abgeordneten - 37 mehr als zuvor - mehr im Parlament in Madrid vertreten sein.

Laut El Pais erscheint sogar eine Mehrheit ohne die katalanische ERC von Oriol Junqueras möglich.

Historische Niederlage der konservativen Volkspartei

Die konservative PP verliert mehr als die Hälfte ihrer 137 Sitze im Parlament in Madrid, für die Volkspartei (die im Europaparlament in derselben Fraktion ist wie CDU/CSU) ist diese Wahl eine historische Niederlage.

Rechtspopulisten von VOX kommen auf 10 Prozent

Der Rechtspopulist Santiago Abascal hat um 23 Uhr den 2,5 Millionen VOX-Wählern und den 50.000 Parteimitgliedern gedankt. Der Parteichef sprach auch von einer "Wiedereroberung Spaniens", die Menge skandierte "Ein vereinigtes Spanien kann nicht besiegt werden". VOX wird mit voraussichtlich 24 Abgeordneten im spanischen Parlament vertreten sein.

Ciudadanos-Chef Rivera schließt Koalition aus

In seiner Rede am Wahlabend hat Albert Rivera von Ciudadanos gesagt, er wolle die Opposition anführen. Die Tatsache, dass es eine linke Regierung mit Sozialisten und Podemos geben werde, bezeichnete Rivera als "schlechte Nachricht.

Pedro Sanchez' PSOE liegt vorn, verfehlt aber absolute Mehrheit

Bei mehr als 97 Prozent der ausgezählten Stimmen liegen

die Sozialdemokraten der PSOE bei 28,7 Prozent,

die konservative PP bei 16,7 Prozent,

die linke Podemos bei 11,95 Prozent,

die liberalen Ciudadanos bei 15,86 Prozent,

die rechtspopulistische Vox bei 10,26 Prozent

die linke katalanische ERC bei 3,89 Prozent.

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Regierungschef Pedro Sanchez von der sozialdemokratischen PSOE hatte die vorgezogenen Neuwahlen anberaumt, nachdem die katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter sich geweigert hatten, seinen Haushalt im Parlament abzusegnen. Laut Umfragen wird Sanchez' Partei als stärkste politische Partei hervorgehen, allerdings nicht mit einer absoluten Mehrheit.

Im konservativen Spektrum gibt es die geschwächte Volkspartei PP mit ihrem neuen Vorsitzenden Pablo Casado und die liberale Ciudadanos von Albert Rivera. Zum ersten Mal ins Parlament in Madrid einziehen wird nach der Wahl wohl die rechtspopulistische Partei Vox mit ihrem Chef Santiago Abascal.

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