Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Julian Assange zu 50 Wochen Haft verurteilt

Julian Assange kurz nach seiner Verhaftung in London
Julian Assange kurz nach seiner Verhaftung in London -
Copyright
REUTERS/Hannah McKay/File
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Der Enthüllungsjournalist und Wikileaks-Mitgründer Julian Assange ist von einem Gericht in London zu 50 Wochen Haft verurteilt worden. Dem Australier war der Verstoß gegen Kautionsauflagen vorgeworfen worden. Er habe sich durch seine Flucht in die ecuadorianische Botschaft bewusst außer Reichweite der Justiz begeben, so die Richterin in ihrer Urteilsbegründung.

Julian Assanges Satz ist ebenso schockierend wie nachtragend. Wir haben große Bedenken, dass er im Vereinigten Königreich eine faire Auslieferungsanhörung erhalten wird.

In einem Brief Assanges, der vor Gericht verlesen wurde, schrieb er, er sei damals davon ausgegangen, dass dies der richtige Schritt oder sogar der einzig mögliche Schritt gewesen sei. Die Gefahr, in die USA ausgeliefert werden zu können, habe alles überschattet, so der Anwalt des Australiers. Assange musste die Botschaft am 11. April verlassen.

Assange flüchtete 2012 in die diplomatische Vertretung. Damals lag gegen ihn ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor. Er wies die Vorwürfe stets zurück und fürchtete, über Schweden in die USA ausgeliefert zu werden. In den Vereinigten Staaten wird Assange Verschwörung vorgeworfen.