Eilmeldung

Eilmeldung

Merkel mutig in Mali

Merkel in Mali
Merkel in Mali -
Copyright
AP
Schriftgrösse Aa Aa

Es ist wohl einer der gefährlichsten Kurztrips, die Angela Merkel je gemacht hat: ihre dreitägige Reise nach Westafrika, die sie nach Mali, Niger und Burkina Faso führte. Die Region leidet zusehens unter dem Terror islamistischer Gruppierungen. Merkel fordert die Solidarität der EU ein.

Ein Plätzchen war noch frei für die Kanzlerin am Tisch der Soldaten im Camp Castor im Norden Malis. In Gao hat Angela Merkel auf ihrer dreitägigen Westafrikareise deutschen Soldatinnen und Soldaten einen Besuch abgestattet, informierte sie sich über den Dienst der 850 Männer und Frauen.

Merkel spricht über Frauenrechte und Sicherheitslage

Im Nachbarland Burkina Faso kam sie an der Universtität von Ougadougou mit Studierenden zusammen und beantwortete unter anderem Fragen zur Krise in Libyen.

"Was die Präsdidenten der G5-Sahelzone gestern mir noch einmal ans Herz gelegt haben, und da haben sie absolut Recht, ist, dass Europa sich erstmal einigen muss, wie es vorgeht. Weil es da durchaus auch noch unterschiedliche Sichtweisen innerhalb der Europäischen Union gibt. Und ich werde versuchen, meinen Beitrag dazu leisten, dass die französische und italienische Positionen miteinander koherent sind."

Sahel-Staaten: Bedrohung durch islamistischen Terrorismus

Merkels Reise wirft ein Schlaglicht auf die Probleme Westafrikas, die auch die der Euroopäischen Union sind. Ein überzeigender Auftritt, fand am Donnerstag dieser Student in Ougadougou.

"Ich war ganz begeistert, weil sie ehrlich zu antworten schien. Sie hat die Verantwortung Europas für die angespannte Sicherheitslage hier bei uns anerkannt hat."

Lösungen im Gepäck

Später reiste die Kanzlerin weiter nach Niger, zur dritten und letzten Station ihrer Reise. Dort werde sie sich über die wachsende Bedrohungslage durch islamistische Terroristen informieren, so die Ankündigung des Kanzleramts im Vorfeld. Merkel habe eine Reihe von Initiativen im Gepäck gehabt, mit denen sie die Regierung bei der Stabilisierung des Landes langfristig unterstützen wolle.