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Handelsstreit zwischen USA und China: Arbeitsplatzverluste in Europa?

Handelsstreit zwischen USA und China: Arbeitsplatzverluste in Europa?
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REUTERS/Aly Song
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Der drohende Handelskrieg zwischen den USA und China könnte Arbeitsplätze in Europa kosten - das befürchten Wirtschaftsvertreter. Zuvor hatten die USA die Sonderzölle auf Exporte aus China erhöht. Die Abgaben haben sich in der Nacht zum Freitag mehr als verdoppelt - von bisher zehn auf 25 Prozent. Das entspricht einer Steigerung von rund 200 Milliarden US-Dollar.

US-Präsident Donald Trump wirft China einen Bruch von Vereinbarungen vor. China kündigte daraufhin "Gegenmaßnahmen" an. Die Eskalation verunsichert weltweit die Finanzmärkte.

Der französische Außenminister Bruno Le Mairre ist sich sicher:

"Es gibt keine größere Bedrohung für das weltweite Wachstum - für den Lebensstandard aller - als ein Handelskrieg zwischen China und den USA. Denn die Handelszölle werden steigen, weniger Waren werden in der Welt zirkulieren, das heißt auch unsere französischen Waren. Außerdem werden Arbeitsplätze wegfallen. Ein Handelskrieg wird Arbeitsplätze in Frankreich und Europa kosten und deshalb muss sich Europa zusammenschließen und dagegenhalten."

Auch der Internationale Währungsfonds sieht eine "Gefahr für die Weltwirtschaft".

Flugzeug- und Autobauer besonders betroffen

Der Konflikt könnte die Luftfahrtindustrie treffen - allen voran den deutsch-französischen Flugzeugbauer Airbus. Daneben bekämen Autofirmen wie z.B. BMW oder Daimler die Auswirkungen chinesischer «Gegenzölle» zu spüren. Von ihren Werken in den USA aus liefern sie im großen Stil nach China.

Trotz der Eskalation setzten beide Seiten ihre Verhandlungen in Washington am Freitag fort. Trump schrieb mit Blick auf die Gespräche: «Es gibt überhaupt keinen Grund zur Eile.» Schließlich würden die Chinesen nun bereits zusätzliche Zölle an die USA zahlen, was enorme Summen in die Kassen des Landes spüle.

Die zwei größten Volkswirtschaften liefern sich seit Monaten eine erbitterte Handelsauseinandersetzung. Am Donnerstag hatten Unterhändler beider Seiten eine neue Gesprächsrunde in der US-Hauptstadt begonnen, die bisher aber keinen Durchbruch brachte.