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Wahlkampf unter Polizeischutz: Rasmus Paludan und der ultrarechte "Stramme Kurs"

Wahlkampf unter Polizeischutz: Rasmus Paludan und der ultrarechte "Stramme Kurs"
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Massiver Polizeiachutz für eine Minipartei: Wo immer der dänische Islamkritiker Rasmus Paludan und seine ultrarechte Formation "Stram Kurs "(Deutsch: "Strammer Kurs") auftreten, werden Sicherheitskräfte mobilisiert. Mehr, als für jeden anderen Kandidaten.

Der Grund: Die neue Partei, die erstmals bei der dänischen Parlamentswahl im Juni antreten wird, steht für einem extrem islam- und ausländerfeindlichen Kurs. Paludan provoziert bei seinen Aktionen mit dem Verbrennen des Korans. Damit löste er im vergangenen April in der Hauptstadt Kopenhagen Ausschreitungen aus und wurde wegen Rassismus verurteilt.

Frage einer dänischen Journalistin bei einer Veranstaltung in Sorø: "Manche finden, dass Sie selbst für diese Situation verantworlich sind. Was sagen Sie zu dieser Kritik?"

Rasmus Paludan: "Ich trage dafür keinerlei Verantwortung. Was ich sage, ist rechtens und notwendig. Und nun muss ich zu meinem Meeting."

Der dänische Justizminister Søren Pape Poulsen beurteilt die Situation betont sachlich, sei Aufgabe der Polizei, für Sicherheit zu sorgen. "Wir haben jetzt vier Wochen Wahlkampf, alle Parteien müssen in der Lage sein, zu sprechen. Die Polizei muss sicherstellen, dass die Demokratie funktionieren kann, sonst liegen wir völlig falsch."

In einer Umfrage im Auftrag der Nachrichtenagentur Ritzau liegt Paludans Partei bei rund 2,4 Prozent der Stimmen. Damit würde sie angesichts der Zwei-Prozent-Hürde in Dänemark ins Parlament einziehen. Der Urnengang wird am 5. Juni 2019 stattfinden , wie Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen am Dienstag bekannt gab.