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Strache und die dubiosen Angebote an "reiche Russin"

Strache und die dubiosen Angebote an "reiche Russin"
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REUTERS/Bernadett Szabo
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Die "Süddeutsche Zeitung" und der SPIEGEL veröffentlichen an diesem Freitag neue Vorwürfe gegen Österreichs Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Dieser soll einer "reichen Russin" 2017, Staatsaufträge gegen Wahlkampfhilfen angeboten haben. Doch die junge Frau war laut SZ und Spiegel ein "Lockvogel". Das Treffen mit diesen teilweise illegalen Angeboten wurde heimlich gefilmt.

Das Video, das Strache im T-Shirt neben einer jungen Frau auf einem Sofa zeigt, wurde laut SZ auf Ibiza aufgenommen. SZ und Spiegel schreiben, dass ihnen die Videos mit der "vermeintlichen Nichte eines russischen Oligarchen" zugespielt wurden.

Die SZ schreibt, auf den Videos zu sehen seien "Heinz-Christian Strache, Johann Gudenus, dessen Ehefrau sowie ein weiterer Mann, der Deutsch spricht, und eine Frau, die auf dem Video vor allem Russisch und Englisch spricht. Die Frau behauptet, eine reiche Russin zu sein und Geld fragwürdiger Herkunft in Österreich investieren zu wollen. Sie und ihr männlicher Begleiter stellen in Aussicht, 50 Prozent der österreichischen Kronen-Zeitung kaufen zu können, um diese auf FPÖ-Linie zu bringen. Dafür allerdings erwarten sie von Strache und Gudenus eine Gegenleistung. (...) Zu einer konkreten Absprache kommt es bis zum Ende des mehrstündigen Treffens nicht, die FPÖ-Seite verspricht aber ein Entgegenkommen und man bleibt nach SZ-Informationen in Kontakt."

Der österreichische Vizekanzler erklärt das Video mit Alkoholkonsum und Kommunikationsproblemen wegen mangelnder Sprachkenntnisse. Doch einige fordern den Rücktritt Straches aus der Regierung.

In der heißen Phase des Europawahlkampfs schlägt die Nachricht ein wie eine Bombe.