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Gewalt in Libyen: Stimmen aus Tripolis

Gewalt in Libyen: Stimmen aus Tripolis
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Seit mehr als einem Monat treffen sich quasi jeden Freitag Hunderte Menschen im Zentrum von Tripolis. Vereint fordern sie: 'Gebt uns unser Land zurück'. Die Bürger sagen, sie seien diejenigen, die die Zukunft Libyens in der Hand halten, und sie wollen eine Gelegenheit, das zu beweisen. Sie protestieren hier gegen die Militäroperation von General Khalifa Haftar, von dem sie sagen, er wolle das Land in eine Militärdiktatur führen. Einige Stimmen aus der Bevölkerung:

"Wir protestieren gegen die Eroberung von Tripolis im Namen dieses Kriegsverbrechers namens Haftar."

"Vier Jahre lang hat er Benghazi zerstört, unsere Revolutionäre ermordet und sie in den Müll geworfen. Hier wird er diese Gelegenheit nicht bekommen."

"Wir wollen keinen Tod, keine Zerstörung, wir wollen, dass die Libyer in Frieden und Wohlstand leben. Die Bürger bitten um Frieden und Wohlstand. Mit Gottes Hilfe wird es in Libyen wieder aufwärts gehen."

"Das ist die neue Generation und die Zukunft des Landes. Sie sollten nicht aufwachsen, um dann zur Waffe zu greifen. Die Zeit der Armee in Libyen ist zu Ende. Wir müssen einen modernen, zivilen Staat schaffen."

"Meine Nachricht an die Welt? Wettet nicht auf den Verlierer. Der Typ ist nicht gut."

Haftars Offensive ist vorerst in den Vororten der Stadt, 15 Kilometer von hier, ausgebremst worden. Aber der Anstieg der Gewalt hat bereits einen hohen Preis gefordert: Mehr als 400 Menschen wurden getötet, fast 60.000 wurden seit 4. April vertrieben.

Mit keiner politischen Lösung in Aussicht ist es wahrscheinlich, dass Libyen in nächster Zeit noch stärker destabilisiert sein wird.