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FPÖ-Debakel: Was heißt das für die Europawahl?

FPÖ-Debakel: Was heißt das für die Europawahl?
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Die FPÖ im Umbruch: Vor kurzem noch auf großer Wahlkampftour für die anstehenden Europawahlen räumen immer mehr Funktionäre der rechten österreichischen Partei ihre Posten. Nach Parteichef Heinz-Christian Strache und dem Fraktionschef Johann Gudenus haben nun alle FPÖ-Minister angekündigt, ihre Ämter niederlegen zu wollen. Daneben will Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) den designierten Innenminister Herbert Kickl von der FPÖ entlassen.

Grund ist ein zwei Jahre altes Video. Darauf ist Strache bei einem Treffen mit einer vermeintlichen russischen Oligarchin auf Ibiza zu sehen. Er stellt ihr darin öffentliche Aufträge in Aussicht, wenn sie seiner Partei zum Wahlerfolg verhelfe.

FPÖ verliert in der Gunst der Wähler

Dr. Katrin Praprotnik von der Donau-Universität Krems sagte in einem Interview mit euronews, dass sich die Video-Affäre auch auf das Ergebis der FPÖ bei den Europawahlen auswirken könnte:

"Gerade die FPÖ hat für Europaparlamentswahlen ja auch die Schwierigkeit, dass ihre Wählerinnen und Wähler vermehrt zu Hause bleiben. Sie hat schon vor dieser Affäre schon sehr stark auf Mobilisierung gesetzt - in Plakaten, in Videos für soziale Netzwerke... Und jetzt natürlich mit diesem Skandal ist nochmal die größere Gefahr, dass dann einige von diesen Personen sagen: 'Ok, dann gehe ich jetzt aber wirklich nicht hin'."

In einer ersten offiziellen Umfrage verlor die rechte Partei bereits an Zustimmung in der Bevölkerung. Sie käme aktuell auf 18 Prozent. Zuletzt lag die FPÖ bei der Sonntagsfrage Anfang April bei 23 Prozent. Dass der Skandal Einfluss auf das Wahlergebnis rechter Parteien insgesamt in Europa haben wird, glaubt Praprotnik allerdings nicht.