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Zu rechts oder Sündenbock? CDU schiebt Schuld auf Junge Union

Zu rechts oder Sündenbock?  CDU schiebt Schuld auf Junge Union
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REUTERS/Hannibal Hanschke
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Am Montag nach der Europawahl hat die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer auf einer Pressekonferenz in Berlin einen Teil der Veranwortung für die Stimmenverluste ihrer Partei übernommen. "Ich habe sicherlich auch persönliche Fehler gemacht.", sagte Kramp-Karrenbauer.

Rechtsruck bei der Jungen Union schuld am CDU-Disaster?

Sie sehe auch keinen Rechtsruck bei der Jungen Union. Genau diesen beklagt aber ein internes CDU-Papier. Die Tageszeitung DIE WELT zitiert aus dem Dossier: "Die Serie der Unentschlossenheit im Umgang mit Phänomenen wie ‚Fridays for Future’ und plötzlich politisch aktivierten YouTubern sowie vor allem der vorübergehende tiefe Einschnitt in der Wahrnehmung der CDU bei jüngeren Zielgruppen durch die Debatten zu den ‚Uploadfiltern’, einem vermeintlichen ‚Rechtsruck’ bei der JU sowie die medial sehr präsente, sogenannte ‚Werte-Union’ führten gleichzeitig zu einer deutlichen Abkehr der unter 30-jährigen Wählerinnen und Wähler".

Der Chef der Jungen Union Tilman Kuban zeigte sich verärgert über die im CDU-Papier geäußerten Vorwürfe. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für 100.000 Mitglieder, die vor Ort im Wahlkampf bei Wind und Wetter gekämpft haben“, sagte Kuban den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben). „Das wird die Junge Union nicht so stehen lassen“, sagte der 31-jährige Kuban, der persönlich die Kampagne von Manfred Weber unterstützt hatte.

Die CDU/CSU hatte bei der Europawahl besonders bei WählerInnen unter 30 Jahren massiv Stimmen eingebüßt. Stärkste Partei der jungen deutschen WählerInnen sind die Grünen.