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Bundeswehr will offenbar Whistleblower feuern

Bundeswehr will offenbar Whistleblower feuern
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Die Bundeswehr plant einen Soldaten zu entlassen, der mehrmals detaillierte Hinweise auf Rechtsradikalismus geliefert hatte. Das berichtete das Magazin "Der Spiegel".

Seit 2016 berichtete der Unteroffizier namens Patrick J. demnach dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) von mehreren mutmaßlichen rechtsextremen Soldaten. Zudem schrieb er einen Bericht, der länger als 100 Seiten lang ist. In diesem schrieb er von Vorfällen in verschiedenen Kasernen, deren Zeuge er nach eigenen Aussagen war. Außerdem fügte er Beweise aus sozialen Netzwerken ein.

Diese Hinweise führten laut Spiegel zu mindestens fünf Ermittlungen gegen Soldaten. Zudem prüfe das Bundeskriminalamt die Ausführungen von J. auf eine "mögliche strafrechtliche Relevanz".

Doch anstatt sich bei J. für sein Engagement zu bedanken, will die Bundeswehr den Unteroffizier nun entlassen. Er hätte nicht die Charaktereigenschaften, die ein Soldat braucht. Er hätte Kameraden zu Unrecht beschuldigt, in einigen Fällen hätten sich seine Bezichtigungen "als übertrieben und haltlos erwiesen", heißt es im Entlassungsschreiben. Das Verteidigungsministerium kündigte mittlerweile an, die Entlassung noch einmal zu überprüfen.

Irgendetwas haben die bei der Bundeswehr falsch verstanden. Ihr sollt den Mann BEFÖRDERN, nicht ENTLASSEN! DAS IST EIN BEFEHL!!!!

Publiée par Hasnain Kazim sur Vendredi 31 mai 2019