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Erneute Panne eines Regierungsfliegers: Maas kommt zu spät nach Bulgarien

Erneute Panne eines Regierungsfliegers: Maas kommt zu spät nach Bulgarien
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REUTERS/Annegret Hilse/File Photo
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Es ist bereits die dritte Flugzeugpanne für Heiko Maas innerhalb von drei Monaten: Der Bundesaußenminister ist mit mehr als einer Stunde Verspätung zu seinem Antrittsbesuch nach Bulgarien gestartet.

Der Pilot der A321-Maschine gab an, dass eine Hilfsturbine zu wenig Druckluft lieferte, um die Triebwerke in Gang zu bringen. Deswegen musste eine externe Luftzufuhr als Starthilfe bestellt werden.

Eigentlich sollte Maas direkt nach seiner Landung den bulgarischen Ministerpräsidenten Boiko Borissow treffen. Ob der Termin trotz der Verspätung noch stattfindet, war zunächst unklar.

Neuster Vorfall in einer Reihe von Pannen mit Regierungsfliegern

Ende Februar blieb Maas bereits am Ende seiner Afrika-Reise in der malischen Hauptstadt Bamako liegen. Damals konnte der Vorfall nicht so schnell gelöst werden: 20 Stunden musste er auf einen Ersatzflieger warten. Anfang April hatte er dann bei der Landung in New York eine Reifepanne, obwohl nach Angaben des Magazins Spiegel die Maschine wohl erst kurz zuvor aufwendig repariert worden war.

Doch die Liste der Pannen ist noch länger: Entwicklungsminister Gerd Müller blieb während seiner Afrikareise im Januar direkt zwei Mal mit der gleichen Maschine am Boden. Zuerst hatte ein defektes Ventil der Bombardier Global 5000 in Malawi für Unruhe gesorgt. Müller und sein Team flogen per Linienflug weiter nach Sambia. Das Flugzeug wurde von Technikern, die extra aus Deutschland kamen, repariert und sollte Müller in der sambischen Stadt Ndola abholen. Dort blieb die Maschine erneut liegen. Müller musste am Ende mit einem Linienflug von Sambia zurück nach Deutschland reisen - einen Tag später als ursprünglich geplant.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde Opfer einer Panne mit einem Regierungsflieger. Ende November verpasste sie den Auftakt des G20-Gipfels in Argentinien, da die Maschine in Köln/Bonn notlanden musste nachdem die komplette Kommunikationstechnik an Bord ausgefallen war. Für sie ging es dann per Linienflug mit der Fluggesellschaft Iberia von Madrid aus weiter.

Der Regierungsflieger von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte im November ein defektes Triebwerk, mehrere Stunden musste er deswegen in Südafrika auf den Abflug warten. Finanzminister Olaf Scholz traf es ebenfalls. Er hatte im Oktober einen Stopp in Indonesien, während dem sich Nagetiere an der Maschine zu schaffen machten. Scholz konnte nicht mit dem Flugzeug weiter, sondern musste einen über 20-Stunden langen Linienflug nach Hause nehmen.

Neue Flieger für die Bundesregierung

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gab aufgrund der häufigen Pannen den Kauf von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag. Die neuen Flugzeuge sollen die momentan aus 14 teils recht alten Maschinenen bestehende Flotte ergänzen. Zu der Flotte gehören Maschinen der Hersteller Airbus und Bombardier.

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