Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Cyberkrieg der USA gegen den Iran?

Cyberkrieg der USA gegen den Iran?
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Im eskalierenden Konflikt mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump neue Sanktionen angekündigt. Demnächst würden «bedeutende zusätzliche Sanktionen» verkündet, schrieb Trump auf Twitter.

Die Strafmaßnahmen könnten aber außer Kraft gesetzt werden, wenn sich die Führung in Teheran dauerhaft zum Verzicht auf Atomwaffen verpflichte.

Der Konflikt hatte sich nach dem Abschuss einer US-amerikanischen Drohne durch den Iran zugespitzt. Laut Teheran war die Drohne in den Luftraum des Landes eingedrungen. Die USA bestreiten das. Trump bestätigte, er habe einen geplanten Vergeltungsschlag in letzter Minute gestoppt.

Cool bleiben, mahnte UN-Generalsekretär Antonio Guterres, beide Seiten.

COOL BLEIBEN

Antonio Guterres:

"Jeder muss jetzt die Nerven behalten. Es ist absolut notwendig, jede Form der Eskalation zu vermeiden. Die Welt kann sich keine größere Konfrontation am Golf leisten."

John Bolton – er gilt als einer der Architekten des Irakkriegs2003 – und ist aktuell Trumps Nationaler Sicherheitsberater, legte noch nach.

'

John Bolton:

"Weder der Iran noch ein anderer feindlicher Akteur sollten die Vorsicht und Diskretion der USA mit Schwäche verwechseln. Die Sanktionen greifen und werden letzte Nacht verschärft. Der Iran kann niemals Atomwaffen haben, nicht gegen die USA und nicht gegen die Welt."

Der Iran berichtete über einen früheren Vorfall, bei dem am 26. Mai eine US-amerikanische "Spionage"-Drohne in seinen Luftraum eingedrungen sei. In einer Twitter-Nachricht erklärte der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif, dass es sich dabei um eine "MQ9" ("Predator B" Überwachungs- und Angriffsdrohne) handelte und veröffentlichte eine Karte der mutmaßlichen Route der MQ9-Spionagedrohne.

"CYBERANGRIFF HEIMLICH GENEHMIGT"

Laut Medienberichten („Washington Post“) hat Präsident Trump heimlich Vergeltungsmaßnahmen in Form eines Cyberangriffs auf iranische Verteidigungssysteme genehmigt. Einer der Cyber-Angriffe ziele auf Computer ab, mit denen Raketen- und Raketenstarts gesteuert würden.

Die USA haben wegen der Spannungen am Persischen Golf eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt.

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat auch Auswirkungen auf den Luftverkehr. Zahlreiche Gesellschaften – darunter die Lufhansa – haben angekündigt, die Straße vonHormus zu umfliegen.

su