Bis 30. September: Italien und Slowenien patrouillieren gemeinsam

Bis 30. September: Italien und Slowenien patrouillieren gemeinsam
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Seite an Seite führen Italien und Slowenien ab sofort Streifen im gemeinsamen Grenzgebiet durch. Dadurch wollen beide Länder den Zustrom von Migranten und Geflüchteten über die sogenannte Balkanroute verhindern. In einem ersten Schritt sind wöchentlich vier Patrouillen geplant. Drei auf slowenischer und eine auf italienischer Seite.

Der slowenische Grenzoffizier Marjan Stubljar sagte über die Hintergründe der Streifen: "Die Einführung gemeinsamer Patrouillen bedeutet nicht, dass die Grenzkontrollen wieder eingeführt werden. Sie sollen ein einfacheres operatives Handeln und schnellere Reaktionen auf Grenzverstöße ermöglichen. Gleichzeitig dienen sie der Überwachung des Grenzgebiets auf beiden Seiten der Grenzlinie."

"Das Niveau erhöhen"

Die gemeinsamen Streifen sind vorerst bis Ende September befristet. Der italienische Grenzbeamte Vicenzo Avallone äußerte sich zu den Erwartungen: "Wir hoffen, dass wir das Niveau, auf dem wir die Einwanderung bekämpfen, erhöhen können, natürlich mit besonderem Fokus darauf, dass Menschenschmuggler vor Gericht gestellt werden ."

Die Streifen erfolgen in Gebieten, die oft zur Überquerung der Grünen Grenze zwischen beiden Ländern genutzt werden. Neben der Eindämmung illegaler Einwanderung erhofft sich die slowenische Polizei auch einen beseren Informationaustausch mit den italienischen Kollegen. So könne man die neuerworbenen geografischen Kenntnisse etwa bei grenzüberschreitenden Verfolgungsjagden nutzen.