EventsVeranstaltungenPodcasts
Loader
Finden Sie uns
WERBUNG

#EUroadTrip Tag 14: "Die Grenzen werden wiedergeboren"

#EUroadTrip Tag 14: "Die Grenzen werden wiedergeboren"
Copyright 
Von Cyril Fourneris, su mit AFP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Seit Monaten kommt man nur ganz langsam rein nach Frankreich, von Norden und von Süden. Statt die Arbeit wie bei einem Streik niederzulegen, machen die Zöllner das Gegenteil. Sie kontrollieren, bis sich alles staut. Begündung: der "Brexit" sei schlecht vorbereitet

WERBUNG

Seit Monaten kommt man nur ganz langsam rein nach Frankreich, von Norden und von Süden ...man nennt das "Beflissenheits-Angriff". Statt die Arbeit wie bei einem Streik niederzulegen, machen die Zöllner das Gegenteil: Sie kontrollieren, nach dem Vorbild ihrer Kollegen in Calais und Dünkirchen im Norden... um Staus zu provozieren. Diese verstärkten Kontrollen sollen warnen vor den Risiken des "Brexit", vor einer Überlastung, auf die die Behörden laut Gewerkschaften nicht vorbereitet sind. „Verstärkte Kontrollen“ haben sie ihre Maßnahme genannt.

Cyril Fourneris, Euronews:

"Euronews ist weiter unterwegs auf seinem Roadtrip durch Europa vor den Europawahlen. Nach Portugal und Spanien kommen wir in Frankreich an, in Le Boulou, einem landesweit bekannten Grenzübergang nach Spanien. Er wurde in den vergangenen Monaten von Gelbwesten blockiert. Aktuell gehören die gelben Westen Zollbeamten. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen, besonders im Zusammenhang mit dem "Brexit"."

Jean-Christophe Albrich, Gewerkschaft CGT, Zoll Westpyrenäen:

„Das ist irgendwie eine Wiedergeburt der Grenze. Sobald die Grenze wieder gilt, kehrt der Zollbeamte an die Front zurück. Der „Brexit“ wird Folgen haben, für die Wirtschaft und für die territoriale Sicherheit. Wir gehen davon aus, dass dann 2 bis 3 Millionen mehr Waren beim Zoll angemeldet werden. Bei der Sicherheit bedeutet das mehr Passagierkontrollen ... dieser Tropfen könnte das Fass zum Überlaufen bringen.“

Im Falle eines harten Brexit sind Zollbeamte aus Südfrankreich bereit, nach Norden zu ziehen, um ihre Kollegen in Calais und Dünkirchen zu unterstützen. Aber die Gewerkschaften warten auf eine starke Geste. Manche fühlen sich vernachlässigt.

Meritxell Stoecklin, Gewerkschaft CGT, Zöllnerin in den Westpyrenäen:

"Der Zoll ist heute in Gefahr, ihm fehlen Personal und Mittel. Wir fordern mehr Personal, da wurde seit mehreren Jahren abgebaut, und zwar um einen Zollbeamten pro Tag."

ZOLL AUSGEDÜNNT

Die gemäßigte Gewerkschaft CFDT kommt auf 6.000 Zöllner weniger als vor gut 10 Jahren. Die französische Regierung hat 700 Einstellungen angekündigt und würde 14 Millionen Euro investieren. Aber das reicht den Gewerkschaften nicht ... sie wissen, dass sie gute Karten haben, so kurz vor dem 12. April.

su

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Bis 30. September: Italien und Slowenien patrouillieren gemeinsam

#EUroadtrip: Narbonne und die Gelbwesten-Bewegung

Wer wird heute EU-ParlamentspräsidentIn? 4 offizielle KanditatInnen