Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern weitet sich aus - Evakuierungen

Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern weitet sich aus - Evakuierungen
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Bild von Rico Löb auf Pixabay
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Eigentlich hatte man gedacht, der Waldbrand bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern sei unter Kontrolle. Doch das Feuer auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz hat sich in der Nacht zum Montag ausgedehnt. Weitere Dörfer sind nun in Gefahr.

Ein Sprecher der regionalen Einsatzleitstelle im Landkreis Ludwigslust-Parchim gab an, dass am Morgen etwa 430 Hektar Wald bei Lübtheen von dem Brand betroffen waren. Das Dorf Trebs mit 131 Einwohnern am westlichen Rand des Übungsplatzes werde nun geräumt, nachdem Alt Jabel zuvor schon evakuiert worden war. Die Gesamtzahl der Menschen, die bislang in Sicherheit gebracht wurden, lag nach Angaben eines Kreis-Sprechers bei etwa 500.

Momentan sind 350 Feuerwehrleute im Einsatz. Dem Sprecher zufolge wurden jedoch weitere Sicherheitskräfte aus Mecklenburg-Vorpommern und dem benachbarten Niedersachsen angefordert. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch im Boden liegende Munition, die die Löschkräfte zwingt, einen Sicherheitsabstand von etwa 1000 Metern einzuhalten. Deshalb kam bei der Brandbekämpfung auch ein Löschpanzer aus Brandenburg zum Einsatz.

Die Regional-Leitstelle Nord-West gab eine amtliche Warnung heraus: Menschen in Brandenburg und im Norden Sachsen-Anhalts sollten aufgrund der Rauchentwicklung ihre Fenster und Türen geschlossen halten.

In Brandenburg waren demnach die Städte Brandenburg an der Havel und Potsdam betroffen, außerdem Bewohner in den Landkreisen Havelland, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark und Prignitz. Im nördlichen Sachsen-Anhalt sollten die Auswirkungen demnach in der Altmark und im Landkreis Stendal spürbar sein. Der Brandgeruch war am Montag auch in Berlin wahrnehmbar. Die Hauptstadt-Feuerwehr twitterte: "Der Geruch ist lästig, aber nicht gefährlich."

Auch in Leipzig warnte die Feuerwehr vor "Geruchsbelästigung" durch den Waldbrand und wies die Bewohner der Stadt an, die Feuerwehr nur bei sichtbarem Rauch und offenen Flammen zu verständigen.

Das Feuer war am vergangenen Freitag ausgebrochen. Zunächst hatten die Behörden Entwarnung gegeben, der Brand sei gelöscht. Dann brach das Feuer jedoch erneut aus. Die Behörden vermuten Brandstiftung als Ursache.