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EU-Chefin: Deutsche Parteien mit Kritik an Nominierung von der Leyens

EU-Chefin: Deutsche Parteien mit Kritik an Nominierung von der Leyens
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Auf die Nominierung von Ursula von der Leyen zur neuen EU-Kommissionspräsidentin hagelt es Kritik aus dem deutschen Bundestag. Besonders negativ fällt die Reaktion bei der SPD aus. Der Ex-Parteichef Sigmar Gabriel empfahl, die große Koalition zu beenden. SPD-Politikerin Katarina Barley sagte:

"Es ist nicht das Versprechen, das den Bürgerinnen und Bürgern vor der Wahl gegeben wurde - dass sie entscheiden können, wer hier tatsächlich EU-Kommissionspräsident wird."

Grünen-Politikerin Ska Keller ist ebenfalls skeptisch:

"Sie war nicht Spitzenkandidatin, sie hat sich im gesamten Wahlkampf nicht blicken lassen. Dies ist wieder einer dieser alten Deals, bei denen der Rat jemanden aus der Schublade herausholt, den vorher noch nie jemand gesehen hat."

Auch der Vorsitzende der FDP, Christian Lindner, äußert Kritik an der Entscheidung.

"Ursula von der Leyen hat in Deutschland Zweifel in ihrer Amtsführung im Bundesverteidigungsministerium geweckt. Ob das fehlgeleitete Management im Verteidigungsministerium eine Referenz dafür ist, die Spitzenposition der europäischen Exekutive zu erklimmen, darein setze ich Zweifel."

Ob von der Leyen vom EU-Parlament tatsächlich bestätigt wird, entscheidet sich Mitte des Monats.

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