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Judo Grand Prix Montreal Tag 3: Comeback des Teddy Riner

Gold in der Klasse +100kg: Teddy Riner
Gold in der Klasse +100kg: Teddy Riner -
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Emanuele Di Feliciantonio
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Der Tag 3 des Judo Grand Prix in Montreal trägt vor allem einen Namen: Teddy Riner.

Zehnfacher Weltmeister, zweifacher Olympiasieger, ungeschlagen seit mehr als 100 Kämpfen. Und Riner zeigte: Zwei Jahre Abwesenheit tun seiner Leistung keinen Abbruch.

Einfach war es aber nicht. Lukás Krpálek, Olympiasieger in der Klasse bis 100kg, machte es Riner im Halbfinale nicht leicht. Der Franzose schaffte den Sieg erst im Golden Score.

Im Finale überlistete Riner den Japaner Harasawa Hisayoshi - wie schon im Olympia-Finale in Rio 2016.

Das ist ein schwieriger Tag für mich. Nach 18 Monaten versuche ich mich wieder am Wettbewerb, um mich für die Olympischen Spiele vorzubereiten. Aber ich weiß, dass das nicht mein bester Kampf war. Aber wichtig ist heute: Ich habe gewonnen. Und gegen schwierige Gegner gekämpft, im Halbfinale und Finale. Für mich sind das, glaube ich, echt die Besten.
Teddy Riner
Goldmedaillengewinner +100kg

Erster Sieg seit Meistertitel für Hamada Shori

Bei den Damen gab Weltmeisterin Hamada Shori alles. Seit dem Meistertitel hatte die Japanerin keinen Wettbewerb mehr gewonnen - umso entschlossener war sie nun in Kanada.

Im Finale besiegte sie die Russin Aleksandra Babintseva mit einem energischen Uchi-mata innerhalb der ersten Minute. Eine weitere Goldmedaille für Japan und ein kleiner Ausblick auf Tokyo 2020.

Seit ich die Weltmeisterschaft im letzten Jahr gewonnen habe, konnte ich keinen internationalen Kampf mehr gewinnen. Dieser Sieg ist also ein riesiger Schub für mein Selbstvertrauen.
Hamada Shori
Goldmedaillengewinnerin -78kg

Goldregen für Japan und erste ägyptische Medaille

Mit dem Japaner Mashu Baker stand ein weiterer Olympiasieger auf dem Tatami. Im Finale in der Klasse bis 90kg schlug er Colton Brown aus den USA mit einem cleveren Konter in den letzten Sekunden des Kampfes.

Noch mehr Gold für Japan regnete es dank Weltmeisterin Sarah Asahina. Sie kam ihrer Favoritenrolle nach und besiegte Raz Hershko aus Israel in der Kategorie über 78kg.

Bei den Herren bis 100kg zeigte Ramadan Darwish den ganzen Tag eine Topleistung. Im Finale verwandelte er einen zu schwach gewählten Angriff des Lokalmatadors Shady Elnahas in einen Ippon zu seinen Gunsten und holte damit die erste Goldmedaille des Turniers für sein Heimatland Ägypten.

Shady Elnahas: Heftiger Hüftwurf

Neben seiner Silbermedaille konnte sich Elnahas aber auch über den Wurf des Tages gegen den Deutschen Karl-Richard Frey freuen. Der Kanadier zeigte hier einmal mehr, wieso er so gefürchtet für seine Hüftwürfe ist. Eine spektakuläre Technik, die das Heimpublikum begeisterte.

Ein rundum gelungener Debut-Wettbewerb für Montreal.

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