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24 Jahre nach Srebrenica: Weitere Opfer beigesetzt

24 Jahre nach Srebrenica: Weitere Opfer beigesetzt
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Im Rahmen einer Trauerzeremonie auf der Gedenkstätte in der Nähe von Srebrenica sind die sterblichen Überreste von 33 weiteren Opfern des Massakers beigesetzt worden. Im Juli 1995 wurden unweit der bosnischen Stadt innerhalb weniger Tage mehr als 8000 Muslime getötet, fast alle von ihnen Jungen und Männer.

„Ich erinnere mich an jeden Augenblick", sagt die Tochter eines Opfers. „Ich erinnere mich, wie er uns verlassen musste. Er wurde in einen Bus gesetzt und war weg. Aus den Wochen des Wartens wurde immer."

Die von Soldaten der Armee der bosnischen Serben, Mitgliedern von Milizen und Polizisten begangenen Taten wurden von den Vereinten Nationen als Völkermord eingestuft.

„Ich habe 24 Jahre lang nach seiner Leiche gesucht und nur einen Knochen gefunden. Heute haben meine Familie und ich hier unseren Frieden gefunden. Auch seine Schwestern und seine Kinder sind hier", sagt die Angehörige eines in Srebrenica getöteten Mannes.

Nach Einschätzung der Europäischen Union handelt es sich beim Massenmord von Srebrenica um „einen der dunkelsten Momente der modernen europäischen Menschheitsgeschichte". Einer der Verantwortlichen, der frühere bosnisch-serbische General Ratko Mladic, wurde 2017 wegen Völkermord zu lebenslanger Haft verurteilt.

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