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Carola Rackete ist zunächst frei und kann Italien verlassen

Carola Rackete ist zunächst frei und kann Italien verlassen
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Die frühere Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete ist vier Stunden lang von der Staatsanwaltschaft im sizilianischen Agrigent vernommen worden.

Ihr wird Beihilfe zu illegaler Einwanderung und Widerstand gegen ein Kriegsschiff vorgeworfen. Ob der Deutschen der Prozess gemacht wird, bleibt zunächst unklar. Nach der Anhörung trat Rackete vor die Presse:

Rackete: "Europa soll zusammenarbeiten"

"Ich hoffe sehr, dass die Europäische Kommission nach der Neuwahl des Parlaments alles dafür tun wird, um Situationen wie diese zu verhindern. Und dass alle Länder in Europa zukünftig zusammenarbeiten, um all die Menschen aufzunehmen, die von zivilen Schiffen gerettet wurden."

Mittlerweile wurde bekannt, dass Carola Rackete nicht mehr Kapitänin der aktuellen Crew des Rettungsschiffs "Sea-Watch 3" ist. Generell ist es normal, dass die Seenotretter ihre Crew nach Einsätzen austauschen. Die "Sea-Watch 3" liegt zudem derzeit in Sizilien an der Kette und kann nicht ausfahren.

Carola Rackete gab eine kurze und deutliche Stellungnahme ab, kurz nach dem Verhör bei der Staatsanwaltschaft in Agrigent. Es ist eine politische Botschaft, zu einer Zeit, in der die Flüchtlingskrise wieder Teil der politischen Debatte in Europa wird.

Ob Rackete nach Deutschland zurückkehrt, bleibt unklar

Racketes Anwalt machte deutlich, dass sich das Verhör auf die Rekonstruktion der Rettungsaktion und auf die dann folgenden Stunden konzentrierte, als das Schiff in italienische Hoheitsgewässer einfuhr. Laut ihres Anwalts handelte es sich um eine gut dokumentierte Rettung.

Er machte außerdem klar, dass, obwohl die Ermittlungen fortgesetzt werden, Carola Rackete wieder frei ist und das Land verlassen kann. Auch wenn noch nicht bestätigt ist, ob die 31-jährige bald nach Deutschland zurückkehren wird.