Kuba: Trauer um Kardinal Ortega

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Von euronews mit dpa
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Der frühere kubanische Kardinal Jaime Ortega ist tot. Er war eine Schlüsselfigur bei der zwischenzeitlichen Annäherung zwischen den USA und Kuba. In seiner Zeit verbesserte sich auch das Verhältnis der Staatsführung zur Kirche.

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Der frühere kubanische Kardinal Jaime Ortega ist tot. Wie das Erzbistum von Havanna mitteilte, starb er im Alter von 82 Jahren. Er hatte an Leberkrebs gelitten. Ortega hatte sich im Jahr 2016 aus Altersgründen als Erzbischof von Havanna in den Ruhestand verabschiedet. Im Jahr 1994 war er Kardinal geworden.

Ortega hatte unter anderem bei geheimen Verhandlungen von Vertretern der kubanischen Regierung des heutigen Parteichefs Raúl Castro mit der US-Regierung unter dem Präsidenten Barack Obama eine wichtige Rolle gespielt. Die Gespräche führten zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den langjährigen Erzfeinden im Jahr 2014.

In Ortegas Zeit wurde auch das Verhältnis der Staatsführung zur Kirche verbessert. Ausdruck der Entwicklung war unter anderem der Besuch von Papst Johannes Paul II.

In Ortegas Zeit wurde auch das Verhältnis der Staatsführung zur Kirche verbessert. Ausdruck der Entwicklung war unter anderem der Besuch von Papst Johannes Paul II. Zu Ortegas Abschied in den Ruhestand hatte ihm Papst Franziskus in einem Brief dafür gedankt, dass er "Wege für den Dialog zwischen Kuba und anderen Ländern geöffnet" habe.

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