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Geparde: Warum die Zucht so schwierig ist

Geparde: Warum die Zucht so schwierig ist
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In freier Wildbahn sind Geparde Hochgeschwindigkeitsjäger: In drei Sekunden auf 95 Kilometer pro Stunde, kein Landtier ist schneller als die schlanke Raubkatze, die auf der Roten Liste der bedrohten Arten geführt wird.

Die Zucht in Zoologischen Gärten ist schwierig, denn auf den Zeitpunkt kommt's an, sagt Bettina Wachter vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung.

„Im Alter zwischen zwei Jahren, wenn sie geschlechtsreif werden, und fünf Jahren - das ist die beste Zeit, wenn sie da zum ersten Mal trächtig werden. Wenn dieses Zeitfenster verpasst wird, dann beginnen Probleme und dann kann's unmöglich sein“, so Wachter.

Das Alter der Muttertiere bei der ersten Trächtigkeit sei der entscheidende Faktor, erläuterte das Berliner Institut die Ergebnisse einer Untersuchung, „denn im Gegensatz zur freien Wildbahn werden Raubkatzen in Zoos erst deutlich nach der Erlangung der Geschlechtsreife verpaart.“

Der Zoo Münster ist auf die Gepardenzucht spezialisiert. Seit 1975 wurden in Westfalen 50 Junge geboren. Jede Gepardengeburt sei eine „kleine Sensation“, heißt es seitens des Zoos. Tierpfleger Alexander Dietrich erklärt das Erfolgsgeheimnis. „Sie dürfen nicht Langeweile haben, im Sinne von Gewohnheit, dass die Partner sich kennen. Es muss immer wieder aufregend sein, den anderen zu treffen. Und das ist auch ein Punkt, wo wir im Laufe der Jahre hingekommen sind und wo die Zucht eigentlich immer besser klappt“, sagt Dietrich.

Bis zu 10.000 der Raubkatzen leben noch in freier Wildbahn, meist in Kenia, Namibia und Simbabwe.