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Nach Terroranschlag: Neuseeländer geben mehr als 9000 Waffen zurück

Nach Terroranschlag: Neuseeländer geben mehr als 9000 Waffen zurück
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REUTERS/Jorge Silva/Files
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Neuseeländer haben seit dem Terroranschlag auf zwei Moscheen mit 51 Toten Mitte März mehr als 9000 Waffen zurückgegeben. Das teilte die Polizei des Pazifikstaats in der Hauptstadt Wellington mit.

Diejenigen, die ihre Waffen zurückgaben, bekamen als Ausgleich vom Staat eine Summe von insgesamt 16,6 Millionen Neuseeland-Dollar. Das entspricht etwa 9,7 Millionen Euro.

Premierministerin Jacinda Ardern hatte die Aktion gestartet. Noch bis kurz vor Weihnachten haben Waffenbesitzer die Möglichkeit, daran teilzunehmen. Insgesamt beteiligten sich bisher mehr als 5000 Menschen.

Die Regierung des Landes hatte nach dem rassistisch motivierten Anschlag in Christchurch halbautomatische Waffen verboten. Besitzer solche Waffen, die sie legal erworben hatten, bekommen bis zu 95 Prozent des Kaufpreises zurück. Wer illegal in den Besitz halbautomatischer Waffen gekommen war und sie im Zuge der Aktion zurückgibt, bekommt keine Strafe.

Viele Waffengegner loben die Idee als Beispiel für andere Länder wie beispielsweise die USA. Dort kam es erst vor wenigen Tagen zu zwei Schießereien mit insgesamt 29 Toten.

Wegen des Anschlags in Christchurch sitzt ein 28-jähriger Rechtsextremist aus Australien in Untersuchungshaft. Dem Mann, der sich auf der Flucht befand als er festgenommen wurde, droht lebenslange Haft. Der Prozess soll im kommenden Frühjahr beginnen.

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