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Spannungen überschatten islamisches Opferfest in Kaschmir

Spannungen überschatten islamisches Opferfest in Kaschmir
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Während Muslime weltweit das Opferfest Eid al-Adha feiern, sind die Straßen von Srinagar in der Region Jammu und Kaschmir wie leergefegt.

Vor einer Woche hatten die indischen Behörden der Region ihren Sonderstatus entzogen, eine Ausgangssperre wurde verhängt. Muslime durften eines der wichtigsten islamischen Feste nur in kleineren Moscheen feiern. Dieser Mann beklagt, dass ihm der Zutritt zu seiner Moschee verwehrt wurde. Seit 50 Jahren bete er dort, eine Schande, fügt er hinzu.

Auswirkungen auf Viehzüchter von Kaschmir

Die angespannte Stimmung wirkt sich auch negativ auf die Situation der Schaf- und Ziegenzüchter aus. Sonst haben sie zu dieser Jahreszeit Hochkonjunktur - denn ein Tieropfer gehört zur Feier des Opferfestes. Doch die Menschen haben Angst, ihre Häuser zu verlassen.

"Normalerweise verkaufen wir um diese Zeit im Jahr rund 40-50 Ziegen pro Tag, aber jetzt ist es sogar schwierig, eine oder zwei loszuwerden", sagt dieser Viehzüchter.

Solidarisch mit den Muslimen im Nachbarland

Im Nachbarland Pakistan haben viele Gläubige ihre Solidarität mit dem mehrheitlich muslimischen Jammu und Kaschmir bekundet.

"Heute, zum Opferfest, sind wir im Geiste bei unseren Brüdern aus Kaschmir. Wir teilen ihren Schmerz und ihren Kummer. Wir haben sie in der Moschee mit einem besonderen Gebeten bedacht", sagt dieser Gläubige in Karachi.

Von der Aufhebung des Autonomiestatus von Kaschmir verspricht sich die indische Regierung mehr Kontrolle. Die jüngste Entwicklung verschärft zudem die Spannungen zwischen Indien und Pakistan. Beide beanspruchen die Region schon seit mehr als 70 Jahren die Region für sich.