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Auch Ibuprofen knapp: Immer mehr Medikamenten-Engpässe

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Auch Ibuprofen knapp: Immer mehr Medikamenten-Engpässe
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"Ihr Medikament ist nicht verfügbar." Diesen Satz muss Apotheker Lutz Engelen im westdeutschen Herzogenrath seinen Kunden täglich sagen. Die Liste der nicht lieferbaren Wirkstoffe wird immer länger.

Medikamente oft nicht verfügbar

"Im Moment haben sich da 160 Arzneimittel unterschiedlicher Hersteller angesammelt", sagt Engelen. "Das ist für so eine kleine Landapotheke wie wir sie sind sehr viel. Es ist also wirklich schwierig, dass wir die Kunden mit Impfstoffen, normalen Schmerzmitteln, Neuroleptika, Blutdrucksenkern einfach nicht normal versorgen können."

Betroffen sind Apotheken in ganz Deutschland. Auch Klassiker wie Ibuprofen sind knapp. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht die Hersteller in der Pflicht: "Offenbar ist es bei der Pharmaindustrie so, was keine so hohen Gewinne erbringt, vernachlässigt man, auch wenn es die Bevölkerung gefährdet. Das dürfen wir auf keinen Fall weiter akzeptieren."

Wer ist schuld?

Ein Grund für die Misere: Um Geld zu sparen, werden Wirkstoffe heute meist im Ausland produziert. Und: die Hersteller binden sich oft an nur einen Lieferanten. Fällt dieser oder eine Fabrik aus, kommt es schnell zu Engpässe. Mit schuld sind offenbar auch exklusive Rabattverträge der Krankenkassen. Danach dürfen Versicherte einer Kasse zum Beispiel nur Schmerzmittel ausgewählter Hersteller nutzen.

Die Apotheker fordern Politik, Pharmaindustrie und Kassen auf, gemeinsam eine Lösung zu finden – wie etwa ein gesetzlich vorgeschriebener Mindestvorrat. Bis dahin werden sie wohl weiter Patienten mit leeren Händen zurück zum Arzt schicken müssen.