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Erneut 100 Migranten im Mittelmeer gerettet - EU-Sondertreffen im September

Erneut 100 Migranten im Mittelmeer gerettet - EU-Sondertreffen im September
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Hilfsorganisation Mediterranea Saving Humans
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Ein italienisches Schiff hat erneut rund 100 Menschen im Mittelmeer gerettet. Die Bootsflüchtlinge hatten vor der Küste Libyens auf einem überfüllten Schlauchboot ausgeharrt, als sie das Schiff "Mare Jonio" der Hilfsorganisation Mediterranea Saving Humans auf dem Radar entdeckte.

Unter den Geretteten sind laut der NGO 22 Kinder unter zehn Jahren sowie acht schwangere Frauen. Einige von ihnen wiesen Spuren von Folter und Misshandlung auf, hieß es.

Italiens Innenminister Matteo Salvini hat dem Schiff bereits untersagt, an der italienischen Küste anzulegen. Das Gleiche gilt für das deutsche Boot "Eleonore", das ebenfalls rund 100 Migranten gerettet hat.

Italien fordert üblicherweise, dass zunächst andere EU-Staaten zusagen, die Migranten an Bord aufzunehmen. Im Fall der Eleonore hat Deutschland angekündigt, sich "in beachtlicher Höhe" an der Aufnahme zu beteiligen.

EU-Sondertreffen angesetzt

Im Ringen um Regeln zur Umverteilung von Bootsflüchtlingen könnte es Mitte September Fortschritt geben. Die maltesische Regierung lud Deutschland und andere Staaten für den 19. September zu einem EU-Sondertreffen zur Seenotrettung ein, wie die Deutsche Presse-Agentur aus EU-Kreisen erfuhr.

Vor allem Deutschland und Frankreich hatten zuletzt darauf gedrungen, dass die kurzfristige Suche Lösungen von Fall zu Fall ein Ende haben müsse. Bei zwei EU-Ministertreffen im Juli wurde jedoch keine Lösung gefunden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte daraufhin ein EU-Sondertreffen für die erste Septemberwoche an. Dies verzögert sich nun bis zum 19. September. Neben Deutschland seien Frankreich, Italien und der EU-Ratsvorsitz Finnland eingeladen worden, hieß es.

Zuletzt hatten sich die immer gleichen Staaten an der Aufnahme aus Seenot geretteter Migranten beteiligt. Unter ihnen waren neben Deutschland und Frankreich meist Portugal, Irland und Luxemburg.

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