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Fans feiern Opernstar Plácido Domingo - Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe

 Fans feiern Opernstar Plácido Domingo - Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe
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Die Opernlegende Placido Domingo wurde bei einem Konzert in Szeged, im Süden Ungarns, trotz des Vorwurfs sexueller Belästigung herzlich empfangen.

Mehrere Sängerinnen und eine Tänzerin haben dem Opernstar im Zuge der "MeToo"-Bewegung sexuelle Übergriffe vorgeworfen.

Die Frauen berichteten von Umarmungen, von Küssen auf den Mund, von nächtlichen Telefonanrufen und davon, dass Domingo auf private Treffen gedrängt habe. In den USA haben die Oper in San Francisco und das Philadelphia Orchestra geplante Konzerte mit Domingo abgesagt.

Dazu Konzertveranstalter Andreas Magonyi:

"Ich glaube, für uns alle zählt die fantastische Leistung auf der Bühne, die Placido Domingos über mehrere Jahrzehnte erbracht hat. Dazu gehört auch seine menschliche Größe, seine Liebe zur Familie und seine großartige und ungebrochene Popularität. Die Art und Weise, wie er sein Leben lebt und mit anderen Menschen umgeht, kann uns nur mit Stolz erfüllen und ich glaube, dass das Publikum das gleiche denkt."

Seine Fans halten dem 78-jährigen spanischen Opernstar nach wie vor die Treue.

"Jeder mag ihn und viele sind in seiner Nähe. Mit Sicherheit hat er viele Fans und ich glaube, dass er kein besonderes Bedürfnis nach solchen Dingen hat, die ihm vorgeworfen werden"

Plácido Domingo ist einer der größten Klassikstars der Gegenwart. Über Jahrzehnte war der Tenor an allen großen Opernhäusern der Welt zu Gast. Vor einigen Jahren wechselte er ins Baritonfach.

Er bestritt als Opernsänger nach eigenen Angaben mehr als 4000 Aufführungen. Im vergangenen Jahr sang er bei den Salzburger Festspielen seine 150. Opernrolle.