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Frankreich probt den "Brexit"

Frankreich probt den "Brexit"
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Frankreich wird einen Monat lang Maßnahmen testen, die es für den Austritt Großbritanniens aus der EU vorbereitet hat. Das Ziel: Unternehmen sollen umfassend vorbereitet sein, wenn Großbritannien den Block Ende Oktober verlässt, so das für den Zoll zuständige Ministerium.

Außerdem wurden 700 Zöllner zusätzlich eingestellt. Mit dem künftigen Nicht-EU-Land Großbritannien solle es eine "intelligente Grenze" mit Online-Erklärungen für Unternehmen geben, um kilometerlange Lastwagenstaus zu verhindern, so der französische Budgetminister Gérald Darmanin („RTL“):

"Nehmen wir an, Sie sind in Grenoble (Ostfrankreich), Sie sind ein kleines oder mittelständisches Unternehmen, Sie exportieren nach Großbritannien, und so deklarieren Sie jetzt alles online. Es gibt Strichcodes und nummerierte Schilder oder Waren, je nachdem, wie Sie Ihre Waren transportieren. Und ohne an der Grenze anzuhalten, geht Ihre Ware direkt nach Großbritannien, es sei denn, Sie werden wegen Schmuggels oder Fälschungen überprüft. In Calais wird es keine Schlangen von -zig Dutzenden Kilometern geben."

Es gebe in Frankreich rund 100 000 Unternehmen, die mit Großbritannien arbeiten.

Der britische Premierminister Boris Johnson will sein Land am 31. Oktober aus der EU führe, notfalls ohne ein "Brexit"-Abkommen. Ein No-Deal-Brexit dürfte vor allem für die Wirtschaft erhebliche Konsequenzen haben, weil dann nach derzeitigem Stand der Dinge wieder Zölle und Grenzkontrollen eingeführt werden müssten.

su mit Reuters