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Falsches Medikament: Babys werden zu "Werwölfen"

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Falsches Medikament: Babys werden zu "Werwölfen"
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Wegen einer falschen Medikamenten-Kennzeichnung sind wohl rund 20 Kinder in Spanien vom sogennannten Werwolf-Syndrom (Hypertrichose) betroffen.

Bei den Kindern im Alter von mehreren Wochen bis zu zwei Jahren wurde ein ungewöhnlich starker Haarwuchs am Gesicht, Rücken und in anderen Körperregionen festgestellt.

Das Arzneimittel-Unternehmen Farma-Química aus Málaga hatte offenbar ein Medikament zur Bekämpfung von Haarausfall nicht korrekt beschriftet. Es wurde als Präparat gegen Sodbrennen an die Apotheken geliefert, das die Eltern ihren Kindern gaben.

Eltern bereiten Klage vor

Alle betroffenen Chargen wurden inzwischen vom Markt genommen. Laut Dermatologen, sollten die unerwünschten Haare etwa drei Monate nach dem Ende der Einnahme des Medikaments ausfallen. Die Eltern der Kinder wollen nun gegen die Firma klagen.

Personen, die an Hypertrichose leiden werden im Volksmund auch "Wolfsmenschen" genannt. Die Überbehaarung kann durch Gendefekte angeboren sein, was aber sehr selten vorkommt.