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Dokumentarfilm über Bukarester Disko-Brand

Dokumentarfilm über Bukarester Disko-Brand
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Der neue Dokumentarfilm "Collective" arbeitet den schweren Brand im gleichnamigen Bukarester Nachtclub im Oktober 2015 und seine Folgen auf.

Bei dem Feuer während eines Rockkonzerts wurden 27 junge Menschen durch Feuerwerkskörper getötet, die in der Diskothek gezündet worden waren und eigentlich nur für die Außennutzung zugelassen waren. 37 weitere Opfer starben in Bukarester Kliniken an einem Krankenhauskeim.

Das Feuer im "Collective" war ein nationales Trauma für Rumänien. Ministerpräsident Victor Ponta musste damals wegen Korruptionen im Zusammhang mit dem Brand und im Gesundheitswesen zurücktreten.

Der rumänische Filmregisseurs Alexander Nanau arbeitete unter schweren Bedingungen und zunächst ohne Drehbuch. Die Geschichte sei wie ein Thriller angelegt, erklärt Nanau, ein Thriller zwischen Journalisten, Staat und Bürgern:

Filmregisseurs Alexander Nanau

"Die größte Herausforderung bestand darin, ein Gleichgewicht herzustellen, denn wir haben drei Handlungsstränge: Die Journalisten, die Bürger, die auch Opfer des Brandes sind sowie die Eltern derer, die bei dem Brand ums Leben kamen, und wir haben den Staat, das System. Der Film konzentriert sich auf die reine Beobachtung. ist also wahres Kino. Er wirft einen Blick hinter verschlossene Türen - in den Redationen, im Gesundheitsministerium und er ist sehr intim und nah dran an den normalen Bürgern."

Alexander Nanaus Dokumentarfilm ist ein kompromissloser Blick auf die Auswirkungen des investigativen Journalismus und ein Porträt der Menschen, die sich für den Kampf gegen die Korruption einsetzen, die für Transparenz und Gerechtigkeit kämpfen.

Der Film feierte nun Premiere bei den Filmfestspielen in Venedig.