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EM-Quali: Deutschland verliert Heimspiel gegen die Niederlande 2:4

EM-Quali: Deutschland verliert Heimspiel gegen die Niederlande 2:4
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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat im Prestige-Duell gegen die Niederlande eine bittere 2:4 (1:0)-Niederlage kassiert und ist auf dem Weg zur EM 2020 wieder unter Zugzwang.

«Holland war über 90 Minuten die bessere Mannschaft, wir haben verdient verloren», sagte Löw bei RTL. «Obwohl wir 1:0 in Führung waren, hatte man nie das Gefühl gehabt, dass wir das Spiel unter Kontrolle haben. » Er sei «enttäuscht», weil das Team «unter unseren technischen Möglichkeiten» gespielt habe. «Die Holländer konnten nachrücken, wir haben hohe Bälle gespielt. Das war nicht das Spielverständnis, was wir eigentlich wollen.»

"Ganz schwaches Spiel von uns"

Serge Gnabry rechtfertigte zwar die Stammplatzgarantie des Bundestrainers mit dem Führungstreffer für die DFB-Auswahl in der 9. Minute, konnte die Schlappe aber nicht verhindern. «Bei jeder Niederlage überwiegt die Enttäuschung», sagte er. «Wir kriegen die Gegentore viel zu leichtfertig, schenken das 2:3 einfach so her. Das darf uns einfach nicht passieren.» Niklas Süle äußerte sich enttäuscht: «Das kann nicht unser Anspruch sein, dass wir in einem Heimspiel so wenig Ballbesitz haben. Das war ein ganz schwaches Spiel von uns.»

Treffer von Hollands jungem Barca-Star Frenkie de Jong (59.), ein Eigentor des glücklosen Jonathan Tah (66.) und der späte K.o. durch Donyell Malen (79.) und Georginio Wijnaldum (90.+1) besiegelten aber die erste Niederlage der DFB-Auswahl auf dem Weg zur EM 2020. Toni Kroos' (72.) Ausgleich per Handelfmeter nutzte am Freitagabend vor 51.299 Zuschauern im ausverkauften Hamburger Volksparkstadion nichts.

EM-Teilnahme nicht vor Oktober klar

Das Ticket für die EM-Endrunde kann frühestens im Oktober gebucht werden. Knapp ein halbes Jahr nach dem 3:2-Coup in Amsterdam überzeugte die Löw-Auswahl zwar lange mit großer Geschlossenheit und taktischer Disziplin, durch die Niederlage von Hamburg ist nun aber Holland auch im direkten Vergleich im Vorteil.

Der Aufwärtstrend beim Neuaufbau nach dem WM-Desaster konnte letztlich nicht bestätigt werden. Erstmals in der laufenden Qualifikation und erstmals seit Oktober 2015 ging nach 14 Siegen wieder ein Spiel in einer Ausscheidungsrunde für ein großes Turnier verloren.

Österreich siegt souverän

Österreich ist dagegen auf dem besten Weg zur EM. Am sechsten Spieltag der Gruppe G kletterte die Mannschaft des deutschen Trainers Franco Foda nach dem souveränen 6:0 (2:0)-Erfolg über den punktlosen Letzten aus Lettland auf den zweiten Platz hinter Polen, das im sechsten Spiel beim 0:2 (0:1) in Slowenien die erste Niederlage einstecken musste.