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Brexit-Generalprobe am Eurotunnel

Brexit-Generalprobe am Eurotunnel
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DENIS CHARLET / AFP
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Generalprobe für den Brexit. Auf dem Gelände vor dem Eurotunnel - auf französischer Seite in Calais und auf britischer Seite in Folkestone - müssen die Lastkraftfahrer schon mal das Warten vor der Mautstation üben.

Etwa zwanzig Freiwillige nahmen am Dienstag am Test des Eurotunnels und des französischen Zolls teil. Der Lastkraftfahrer Steven Meurin ist skeptisch: "Das wird viel Wartezeit bedeuten - viele Kontrollen und warten auf beiden Seiten, tausende LKWs, lange Schlagen, Stunden des Wartens. Und dann gibt es die Unsicherheit, weil wir nicht wissen, wann es passieren wird. Es wird immer wieder verschoben und wir müssen sehen, wie wir klarkommen."

Etwa 5.000 LKWs passierten täglich dieses Nadelör

Das Prinzip scheint einfach: Die Lastkraftwagen warten hinter einer Schranke während ihre Zollanmeldung geprüft wird - Dokumente mit einem einfachen Strichcode. Sie werden vorregistriert und von einem Eurotunnel-Mitarbeiter gescannt. Gleichzeitig finden Kontrollen zum Thema Sicherheit und Migration statt. Dann kann es zu einer Inspektion der Ware kommen - oder auch nicht.

Die Aufnahmekapazitäten des Eurotunnels wurden schon mal erhöht, um riesige Warteschlangen zu vermeiden. Lastkraftfahrer Fransisco Valera sieht den drohenden Kontrollen gelassen entgegen: "Wie auch immer, wenn wir warten müssen, werden wir warten, das ist Teil des Jobs. Nein, ich denke, es ist okay, kein Problem. Ich habe eigentlich keine Bedenken."

Eric Meunier vom französischen Zoll sieht sich gut vorbereitet: "Die französischen Zollbehörden bereiten sich seit fast zwei Jahren vor. Derzeit bereiten wir das Personal und die computergestützten Verfahren vor. Die digitale Grenze ist etwas, das komplex war, aber heute endlich funktioniert."

Ihren Test erklärten Eurotunnelbetreiber und französischer Zoll für bestanden

Eurotunnelbetreiber und französischer Zoll seien zuversichtlich, den Verkehrsfluss zwischen Frankreich und Großbritannien im Falle eines Brexits aufrechterhalten zu können.

Die Lastkraftfahrer hoffen darauf, dass das System auch unter realen Bedingungen funktioniert.