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Sudanese in Libyen erschossen - EU weist Verantwortung zurück

Sudanese in Libyen erschossen - EU weist Verantwortung zurück
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Die Europäische Union hat die tödlichen Schüsse auf einen Asylbewerber aus dem Sudan in Libyen verurteilt. Der Sudanese gehörte zu einer größeren Gruppe von Menschen, die sich weigerte, in eine Einrichtung für Migranten gebracht zu werden. Zuvor hatte die Gruppe offenbar vergeblich versucht, in einem Boot Richtung Italien zu fahren. Wer dann im Anschluss auf dem Militärgelände Abusitta in Tripolis das Feuer auf die Menschen eröffnete, ist unklar. Der Sudanese erlag seiner Schussverletzung.

Die Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini, Maja Kocijančič, sagte in Brüssel: "Die Benutzung scharfer Munition gegen unbewaffnete, verletztliche Zivilisten ist unter keinen Umständen hinnehmbar. Wir fordern die libyschen Behörden auf, eine gründliche Untersuchung durchzuführen, um die Umstände aufzuklären und Maßnahmen zu veranlassen, damit so etwas nicht wieder passieren kann."

Kocijančič wies jede Verantwortung der EU für den Todesfall zurück. Das Ziel der EU-Unterstützung für die libysche Küstenwache sei, diese so auszubilden, dass sie Menschen vor dem Ertrinken retten könne. Die EU setze sich ferner für die sofortige Schließung der Internierungslager in Libyen ein. Diese werden von Hilfsorganisationen heftig kritisiert, weil dort häufig gegen Menschenrechte verstoßen würde.