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Dank Crowdfunding: Erstes Vagina-Museum eröffnet in London

Nicole Rixon
Nicole Rixon
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Dank einer weltweiten Crowdfunding-Kampagne bei der 50.000 £ (56.600 €) gesammelt wurden, kann in London ab November das erste Vaginamuseum eröffnen. Hier sollen Stigmata über das weibliche Geschlecht bekämpft und das Bewusstsein für die Gesundheit von Vagina und Vulva geschärft werden.

In einer Pressemitteilung wurde es als das weltweit "erste Museum auf Ziegel- und Mörtel, das sich der gynäkologischen Anatomie widmet" bezeichnet.

Kunstausstellungen, Theaterstücke, Workshops und Comedy-Abende rund um die Vagina werden hier angeboten.

Die Direktorin des Museums, Florence Schechter, startete das Projekt 2017 mit einem Pop-up-Museum, nachdem sie herausgefunden hatte, dass Island ein Phallusmuseum besaß, das die weltweit größte Ausstellung von Penissen beherbergt. Sie musste feststellen, dass es nirgendwo auf der Welt ein Vagina-Äquivalent gibt.

Schechter hofft, Missverständnisse und Stigmata über Scheiden abzubauen.

"Es ist ein Teil des Körpers, der gefeiert werden sollte", sagte sie. "Das Museum ist eine fantastische Möglichkeit, die Botschaft zu verbreiten, dass es nichts Beschämendes oder Vulgäres an Vaginas und Vulven gibt."

Laut Eve Appeal, einer britischen gynäkologischen Krebsforschungsorganisation, sagen 65 % der 16-25-jährigen Frauen, dass sie sich mit dem Wort Vagina oder Vulva unwohl fühlen.

Das Museum wird auch ein Programm anbieten, dass sich speziell an Kinder wendet. Sie sollen lernen, sich von klein auf wohl zu fühlen, wenn sie über Vaginas sprechen. Zudem wollen die Initiatoren hier die Gesundheit und eine integrative Sexual- und Beziehungserziehung fördern. Es wird auch mit Ärzten und medizinischem Fachpersonal zusammengearbeitet, um Unterstützung für die trans- und intersexuelle Gemeinschaft anzubieten.mus

Das Museum öffnet am 16. November im Londoner Camden Market seine Pforten mit der Ausstellung "Muff Busters: Vagina-Mythen und wie man sie bekämpft". Und das Besondere: Sie wird auch online verfügbar sein.

Der Eintritt sowie die Online-Nutzung sind frei.

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