Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Filmfestival in El Gouna: Sudanesische Filmemacher räumen ab

Filmfestival in El Gouna: Sudanesische Filmemacher räumen ab
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Neun Tage, 84 Filme, 200 Stars: Im ägyptischen El Gouna ist das gleichnamige Filmfestival zu Ende gegangen. Es war die dritte Ausgabe der Veranstaltung, die am Roten Meer auch "arabische Antwort auf Cannes" genannt wird.

**Preise in drei Kategorien

**

Das Drama "You Will Die at 20“ wurde als bester Spielfilm ausgezeichnet. Es erzählt die Geschichte eines sudanesischen Jungen, der in seinem Dorf als verflucht gilt und wie ein Aussätziger behandelt wird. Regisseur Amjad Abu Alala freute sich über 50.000 US-Dollar Preisgeld, die er in die Filmindustrie seiner Heimat Sudan stecken will.

Die iranische Regisseurin Sonia Hadad bekam den Preis in der Kategorie Kurzfilm für ihren 15-Minüter "Exam“. Die beste Dokumentation kommt mit “Talking About Trees“ von Suhaib Gasmelbari aus dem Sudan.

Der tunesische Film "Noura's Dream“ feierte in El Gouna Premiere. Protagonistin Noura ist Mutter von drei Kindern und beginnt eine Affäre, während ihr Mann im Gefängnis sitzt. Gespielt wird sie von Hend Sabry. Die 39-Jährige wurde in El Ghouna als beste Darstellerin geehrt.

"Als der Film zu Ende war, herrschte Stille"

Im Euronews-Interview sprach Sabry über das Echo im Kinosaal auf einen Film, der Themen in den Fokus rückt, die vielerorts in der arabischen Welt noch immer als Tabus gelten: "Als der Film zu Ende war, herrschte erst mal zwei, drei Minuten lang Stille. Dann fingen die Menschen zaghaft an zu klatschen. Ich weiß nicht, ob sie verängstigt, schockiert oder einfach nur überrascht waren. Es war jedenfalls genau die Reaktion, die Kino bei den Zuschauern hervorrufen sollte.“

Das Motto in El Gouna war "Cinema for Humanity", "Kino für die Menschlichkeit." Newcomer und Filmgrößen gaben sich die Klinke in der Hand – die meisten reisten aus Ländern im Nahen Osten und Nordafrika an. Aber auch mehrere Hollywood-Stars gaben sich auf dem roten Teppich hier am Roten Meer die Ehre.

Last-Minute-Besuch aus Hollywood

Eine Action-Legende legte in der letzten Nacht einen Überraschungs-Auftritt hin. Steven Seagal, bekannt durch seine Hauptrollen in Filmen wie „Nico“ (1988) und „Alarmstufe Rot“ (1992).

Als alter Hase im Filmgeschäft hatte er einige Tipps für Einsteiger auf Lager: "Wichtig ist, nur Dinge zu tun und Filme zu drehen, hinter denen man auch steht. Wenn man wirklich an etwas glaubt, dann wird man es auch gut machen und das nötige Karma mitbringen, es weit zu schaffen."