Proteste in Kiew gegen Friedensplan der Regierung

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Von EURONEWS mit dpa
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In der Ukraine sind am Montag Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten gegen den beschlossenen Sonderstatus für die von Separatisten besetzten Gebiete im Osten des Landes.

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In der Ukraine haben Tausende Menschen gegen den vorgesehenen Sonderstatus für die Separatisten-Gebiete im Osten des Landes demonstriert. Nach Polizeiangaben zogen mehr als 18.000 Menschen durch das Zentrum von Kiew. Sie folgten Aufrufen nationalistischer Parteien. Auch in anderen Städten gab es Proteste.

Die Teilnehmer lehnten dabei besonders die sogenannte "Steinmeier-Formel" ab, auf die sich die Konfliktparteien kürzlich geeinigt hatten. Sie ist nach dem deutschen Bundespräsidenten und Ex-Außenminister Frank-Walter Steinmeier benannt.

Dem Kompromiss nach soll ein zeitweiliger Sonderstatus für die Separatistenregion Donbass bereits ab dem Tag gelten, wenn demokratische Wahlen abgehalten werden. Nach der internationalen Anerkennung soll dann dieser Sonderstatus dauerhaft gelten. Wahlen sind Teil eines 2015 ausgehandelten Friedensplans.

Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskiy verteidigte den Friedensplan als einzige Möglichkeit für sein Land, voranzukommen.

Im ostukrainischen Industrierevier Donbass kämpfen seit 2014 Regierungstruppen gegen durch  Russland unterstützte Aufständische. In dem Konflikt starben UN-Schätzungen zufolge rund 13 000 Menschen.

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