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"Abstechen oder Autobombe": Drohmails überschatten Thüringens Wahlkampf

Mike Mohring auf dem CDU Bundesparteitag Dezember 2014 in Köln
Mike Mohring auf dem CDU Bundesparteitag Dezember 2014 in Köln -
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Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0 de - via Wikimedia Commons
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Der Wahlkampf in Thüringen wird von Morddrohungen gegen Politiker überschattet. Am Montagmorgen erhielt der Spitzenkandidat der Grünen in Thüringen, Dirk Adams, eine ähnliche Drohmail wie zuvor der CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring. Das gab er gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk bekannt.

Die Email, die von dem Absender "Cyber-Reichswehr" stamme, sei im Wahlkreisbüro von Adams in Nordhausen eingegangen. Adams sei dazu aufgefordert worden, aus seiner Partei auszutreten. Andernfalls drohe ihm eine Messerattacke oder ein Autobombenattentat.

Adams erklärte, dass er die Drohmail an die Polizei weitergeleitet habe.

Schon am Wochenende hatte der CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring eine Morddrohung per Email erhalten. Diese hatte auf Twitter öffentlich gemacht. Die Absender forderten, dass Mohring bis Sonntagmittag seinen Wahlkampf einstellen sollte.

In einer Videobotschaft auf Twitter erklärte Mohring, dass ihm der Email zufolge das gleiche Schicksal drohe wie der "Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker". "Sie wollen mich abstechen oder gar eine Autobombe zünden", erklärte Mohring. Doch für "Gewalt, Hass und Aggressionen" dürfe keine Platz gelassen werden, so Mohring weiter.

Es ist bereits das zweite Mal, dass Mohring in diesem Wahlkampf bedroht wird. Schon Ende September war ihm eine Postkarte zugestellt worden. Darin hieß es, er sei die "Nummer zwei, die demnächst einen Kopfschuss" erhielte - ein Bezug zum getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke.

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