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Agrarpolitik: Deutsche Bauern gehen auf die Barrikaden

Agrarpolitik: Deutsche Bauern gehen auf die Barrikaden
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REUTERS/Thilo Schmuelgen
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Tausende Bauern haben für diesen Dienstag Proteste angekündigt. Sie richten sich gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Allein in Bonn werden zwischen 8.000 und 10.000 Landwirte erwartet. Auch die Brandenburger Landwirte beteiligen sich an dem Protest. Am Morgen waren sie mit zahlreichen Traktoren und Landwirtschaftsmaschinen Richtung Berlin unterwegs. Proteste sind auch für München, Würzburg, Bayreuth, Erfurt, Rendsburg, Hannover, Oldenburg, Stuttgart, Freiburg, Leipzig und Görlitz angekündigt.

Die Proteste richten sich vor allem gegen die von der Regierung geplanten Natur- und Tierschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft. Deutschland war von der EU wegen zu hoher Nitratmengen im Grundwasser mehrfach abgemahnt worden. Diese sind eine Folge der Überdüngung.

"Wir möchten, dass die Politik und Verbände mit uns als Basis sprechen", sagte Meike Schulz-Broers vom Organisationsteam des Netzwerks "Land schafft Verbindung". In diesem haben sich Zehntausende deutsche Landwirte über Facebook und WhatsApp zusammengeschlossen. Denn die derzeitige Agrarpolitik der Bundesregierung gefährde vor allem Familienbetriebe.

Die deutsche Agrarministerin Julia Klöckner erklärte im ZDF, dass man gewisse Erwartungen an die Landwirte habe. DAs betreffe die Sauberkeit des Grundwassers und die Einhaltung von EU-Regeln. Dennoch "mute sie den Landwirten zwar Veränderungen zu, aber nicht ohne sie finanziell mit Födermaßnahmen zu unterstützen."

Umweltministerin Svenja Schulze bemängelt dagegen den Abwärtstrend bei der Entwicklung der Agrarvögel-Population. Dieser halte weiter an. Daher seien "deutlich mehr Anstrengungen" vonnöten.

Zuletzt hatten die Landwirte in den Niederlanden ihrem Ärger Luft gemacht. Aus ihrer Sicht würden Bauern zu einseitig für Umweltprobleme verantwortlich gemacht.

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