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Bolivien zwischen Protesten und Neuwahlen

Bolivien zwischen Protesten und Neuwahlen
Copyright  REUTERS/Carlos Garcia Rawlins
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Von Euronews mit dpa, Efe, Reuters
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In Bolivien mehren sich die Zeichen, dass die Partei von Evo Morales bereit ist, mit der Übergangesregierung Neuwahlen zu organisieren. Unterdessen gab es wieder Proteste von Morales-Anhängern.

"Morales war ein guter Mann"

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In Bolivien haben Tausende Anhänger des zurückgetretenen Präsidenten Evo Morales gegen die neue Übergangsregierung von Interimspräsidentin Jeanine Áñez protestiert.

In ihren Augen wurde Morales, der nach Vorwürfen der Wahlmanipulation auf Druck von Militär und Polizei zurücktrat, Opfer eines Putsches.

Eine Demonstrantin sagte: "Evo Morales war ein guter Mann. Er hat sich für die Menschen eingesetzt. Er hat uns nichts gestohlen, so wie diese Diebe, die den Staat ins Chaos stürzen und uns wie Hunde umbringen lassen, als ob wir keine Menschen wären."

Signale für Neuwahlen

Derweil gibt es Signale, dass die Partei von Evo Morales, die Bewegung zum Sozialismus, bereit ist, mit der Übergangsregierung Neuwahlen zu organisieren.

Jeanine Áñez sagte: "Ich schlage der Partei von Evo Morales, die jedes Recht zur Teilnahme an den Wahlen hat, vor, dass sie Kandidaten aufstellt. Evo Morales ist nicht für eine vierte Amtszeit qualifiziert. Deshalb gibt es ja diese ganzen Probleme. Deshalb protestieren so viele Bolivianer auf den Straßen."

Morales appelierte derweil an die UNO sowie an Papst Franziskus, als Vermittler aufzutreten.

Besichtigung des umstrittenen Regierungssitzes

Am Donnerstag lud die Übergangsregierung die Presse in den Präsidentenbereich des neuen Regierungssitzes ein, des "Großen Hauses des Volkes" in La Paz. Es war vergangenes Jahr eingeweiht worden.

Morales, Boliviens erster indigener Präsident, hatte es bauen lassen, um den alten Regierungssitz, der im zu europäisch-kolonial war, zu ersetzen. Im neuen Bau gibt es starke indigene Einflüsse.

Allerdings handelte sich Morales mit dem Großbau viel Kritik ein. Zu teuer, zu unpassend, zu luxuriös sei dieser für das arme Land, sagten viele.

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