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Nach Terror und Bürgerkrieg: Angst überschattet Präsidentenwahl in Sri Lanka

Nach Terror und Bürgerkrieg: Angst überschattet Präsidentenwahl in Sri Lanka
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REUTERS/Dinuka Liyanawatte
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35 Kandidaten sind bei der Präsidentenwahl in Sri Lanka im Rennen, zwei liegen nach Umfragen an der Spitze: Der frühere Verteidigungsminister Gotabhaya Rajapaksa punktet mit dem Thema Sicherheit, da seit den verheerenden Anschlägen zu Ostern auf Kirchen und Luxushotels mit Hunderten Opfern deutlich weniger Urlauber in das Land kommen. Sein Gegenkandidat Sajith Premadasa, Sohn eines früheren Präsidenten, wirbt mit mehr Sozialfürsorge.

Beobachter spüren Angst bei vielen Wählern in dem multi-ethnischen Land: Den Christen stecken die Anschläge islamistischer Terroristen in den Knochen. Die Tamilen – die größte Minderheit – fürchten sich vor dem Singhalesen Rajapaksa, dessen Rolle bei Kriegsverbrechen im Unabhängigkeitskampf tamilischer Rebellen bisher nicht aufgearbeitet wurde. Der Bürgerkrieg endete 2009 nach 26 Jahren. Innerhalb der muslimischen Minderheit sieht man Rajapaksas Nähe zu buddhistischen Nationalisten mit Argwohn. Und der Mehrheit der – buddhistischen - Singhalesen graut davor, dass sich die Geschichte wiederholt.

Dennoch werden die beiden führenden Kandidaten - Rajapaksa ebenso wie der Premadasa - Stimmen von den Minderheiten der Tamilen und Muslime brauchen, die zusammen etwa 30 Prozent der Wählerschaft ausmachen.

su mit dpa

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