Eilmeldung
This content is not available in your region

Handelsstreit: Vergeltung unter Freunden

euronews_icons_loading
Handelsstreit: Vergeltung unter Freunden
Schriftgrösse Aa Aa

Die USA drohen Frankreich mit Strafzöllen auf Champagner, Wein, Käse, französische Kosmetik, Handtaschen und Ähnliches. Die Strafzölle auf die Luxusprodukte aus Frankreich sind ein Vorschlag in einem Bericht des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer, um Paris für die Einführung der Digitalsteuer zu bestrafen.

Die obersten Vertreter beider Staaten, Frankreichs Staatsoberhaupt Emanuel Macron und US-Präsident Donald Trump gaben sich beim NATO-Gipfel allerdings bezüglich des Champagner-Käse-Streits friedlich.

Macron erklärte, dass er auf eine gemeinsame Lösung mit den USA setze. Gleichzeitig verteidigte er die Steuer, die US-Internetriesen träfe, und betonte, dass Frankreich US-Unternehmen nicht benachteilige. Es müsse eine europäische Antwort geben, falls die USA wirklich Strafzölle einführen sollten. Er sei fest entschlossen, die Interessen seines Landes und Europas zu verteidigen - mit größtem Respekt und Freundschaft zu den Vereinigten Staaten.

Luxus aus Frankreich: Mit 100 Prozent besteuern

Der US-Präsident erklärte, der Handel mit der EU sei im Moment sehr unfair. Die Vereinigten Staaten zahlten drauf und zwar Milliarden.

"Wenn Sie es genau wissen wollen, mehr als 150 Milliarden Dollar pro Jahr. Und das wollen wir nicht mehr. Aber die Franzosen sind unsere Freunde. Deshalb will ich eine andere Lösung finden," so Trump.

Die USA argumentieren, dass Frankreichs Digitalsteuer gezielt große amerikanische Internetunternehmen wie Amazon, Google und Facebook benachteilige. Sie drohen jetzt mit Strafzöllen von bis zu 100 Prozent auf französische Importe. Über die tatsächliche Verhängung der Zölle soll nach Anhörungen im Januar befunden werden.