Eilmeldung
This content is not available in your region

....als die Leute von Temeswar "Freiheit!" sangen (1989)

euronews_icons_loading
....als die Leute von Temeswar "Freiheit!" sangen (1989)
Copyright
© ROTVR
Schriftgrösse Aa Aa

Rumänien, im Dezember 1989: In der reformierten Kirche in Temeswar (Timișoara) versammelt sich eine kleine Menschenmenge, um gegen einen Gerichtsbeschluss zur Zwangsumsiedlung des rebellischen Pastors László Tőkés zu protestieren. Dieser Funke entzündete eine Revolution in Rumänien. Die Sicherheitskräfte reagierten sofort und brutal. Aber in einer beispiellosen Mischung von Wut und Mut haben sich die Menschen behauptet...

© ROTVR

.... und der Armee nur mit ihren Stimmen und bloßen Händen getrotzt. Mit den Worten "Freiheit!" Und "Nieder mit Ceaușescu!" marschierten sie zum Hauptquartier der Kommunistischen Partei.

© euronews

Constantin Duma, in Temeswar als "Fotograf der Revolution" bekannt, erinnert sich an diese geschichtsträchtigen Tage.

"Wir rannten, wir überquerten die kleine Brücke über den Fluss Bega, da kamen vier gepanzerte Fahrzeuge aus der Richtung des Studentencampus. Eine Frau, so um die Fünfzig, kam unter die Räder und wurde zerquetscht - ich meine, wegen der schlechten Sichtverhältnisse. Die Frau war das erste Opfer in unserer Revolution."

© Archiv

Am 17. Dezember befahl der alarmierte kommunistische Diktator Nicolae Ceaușescu den Streitkräften, das Feuer auf die Demonstranten zu eröffnen und verurteilte sie als Reaktionäre und Terroristen. Dutzende wurden in Temeswar getötet („Am 17. Dezember gab es 58 Tote“ - Rudolf Herbert, Euronews) oder verwundet.

© euronews

Traian Orban spürt immer noch den Schmerz von der Kugel, die damals sein Bein traf:

"Es war ein Erlebnis, von meinem Krankenhausbett zu hören - ich war ja verletzt -, wie die Leute von Temeswar " Freiheit! "Sangen und forderten, dass der Diktator und seine Leute hier vor Gericht gestellt werden."

"ERSTE KOMMUNISMUSFREIE STADT RUMÄNIENS"

Am 20. Dezember erklärte sich Temeswar zur "ersten kommunismusfreien Stadt Rumäniens". Durch jahrzehntelange Unterdrückung angeheizt, breitete sich die Revolution schnell auf Bukarest aus und noch weiter.

Ceaușescu und seine Frau Elena versuchten zu entkommen, wurden aber am 25. Dezember erwischt, vor Gericht gestellt und erschossen. Sein repressives Regime war innerhalb weniger Tage verschwunden.

© euronews

30 Jahre später wissen die Jugendlichen in Temeswar, dass die Freiheit, die sie heute genießen, auf dem Opfer der antikommunistischen Demonstranten von 1989 aufgebaut ist. Aber während sie ihrer gedenken, wollen sie weitermachen ... und eine neue Revolution auf die Beine stellen, eine bessere Zukunft.

© euronews

Ana Savu, Journalistin:

"Jugendliche, die jünger sind als ich, interessieren sich eher nicht dafür oder meinen "ja, das ist Geschichte, wir hören das jeden Tag hier in Temeswar."

© euronews

Andreea Diana Barta, Studentin:

"Ich glaube, dass jede Generation ihre eigene Revolution braucht. Egal, ob es die gleiche ist oder nicht, es passiert vielleicht dasselbe, aber in einem anderen Kontext."

© euronews
© ROTVR

.

.

© euronews

Mari Jeanne Ion, Euronews:

"Vor 30 Jahren gab es auf der Treppe dieser Kathedrale ein Blutbad. Insgesamt kamen hier in der westrumänischen Stadt Temeswar Hunderte ums Leben. Ihr Mut und ihr Opfer veränderten das Schicksal des ganzen Landes. Jetzt wartet die Stadt einfach nur auf Weihnachten."

.

Mari Jeanne Ion, su

Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.