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Neue Hitzwelle bedroht Südostaustralien: Einberufung von 3000 Reservisten

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Neue Hitzwelle bedroht Südostaustralien: Einberufung von 3000 Reservisten
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In den Buschbrandgebieten in Australien droht sich die Lage wetterbedingt weiter zuzuspitzen. Meteorologen kündigten starke Winde und eine neue Hitzewelle mit Temperaturen bis 45 Grad Celsius an. Deshalb laufen in den Bundesstaaten Neusüdwales und Viktoria Evakuierungen auf Hochtouren. In Neusüdwales lodern über 130 Feuer, von denen die Hälfte außer Kontrolle sind. In Viktoria sind es 48 Buschbrände.

Der australische Regierungschef Scott Morrison kündigte an, für die Brandbekämpfung die Mobilisierung von 3000 Reservisten anzuordnen. Es wäre der erste Pflichteinsatz für Reservisten in der Geschichte Australiens.

Morrrison sagte: "Die Priorität dieses Einsatzes liegt darin, die Sicherheit des Lebens zu gewährleisten, die Evakuierung der betroffenen Menschen, insbesondere in isolierten Gemeinden, zu unterstützen und isolierten Gemeinden Hilfe zu leisten und staatlich verwaltete Evakuierungszentren zu unterstützen. Sie sollen vor allem in den verwüsteten Gebieten tätig werden, um die dortigen Soforthilfebedürfnisse und die anschließenden Wiederaufbaubemühungen zu unterstützen. Die Aufstockung der australischen Verteidigungseinheiten umfasst die Entsendung von bis zu 3000 Reservekräften".

Satelliten- und Infrarotaufnahmen verdeutlichen das Ausmaß der Rauchentwicklung im Südosten Australiens. Morrison will umgerechnet gut 12 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um vier zusätzliche Löschflugzeuge zu leasen.

Auf der bei Urlaubern beliebten Känguruinsel kamen zwei Menschen durch die Flammen ums Leben. Dadurch erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf mindestens 21. Mehrere Menschen werden vermisst. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bereits 480 Millionen Tiere in dieser Buschbrandsaison verendet sind.